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MÄRKTE USA/Wall Street mit kräftiger Erholung

20.04.2015, 22:37 Uhr

Von Thomas Rossmann

NEW YORK (Dow Jones)--Die Wall Street hat sich zu Wochenbeginn deutlich von den Verlusten am Freitag erholt. Wieder gestiegene Sorgen um Griechenland und schwache Unternehmensergebnisse hatten zum Wochenausklang für stark fallende Kurse gesorgt. Die Bedenken bezüglich der weiteren Entwicklung in Griechenland sind zwar nicht kleiner geworden, doch haben positive Quartalszahlen sowie die guten Vorgaben aus Europa die Kurse an der Wall Street am Montag angeschoben. Dazu kamen neuerliche geldpolitische Lockerungen der chinesischen Notenbank.

Der Dow-Jones-Index erhöhte sich um 1,2 Prozent auf 18.035 Punkte, nachdem der Index am Freitag 1,5 Prozent verloren hatte. Der S&P-500 rückte um 0,9 Prozent auf 2.100 Punkte vor und der Nasdaq-Composite stieg um 1,3 Prozent auf 4.995 Punkte. Der Umsatz reduzierte sich auf 683,5 (Freitag: 892,9) Millionen Aktien. Dabei standen den 2.193 (633) Kursgewinnern an der NYSE 934 (2.518) -verlierer gegenüber. 113 (97) Titel schlossen unverändert.

Die chinesische Zentralbank hatte am Wochenende angesichts des sich weiter abkühlenden Wirtschaftswachstums ihre Geldpolitik weiter gelockert. So wurde der Mindestreservesatz mit Wirkung ab Montag um einen Prozentpunkt auf 18,5 Prozent gesenkt. Damit will sie die Kreditvergabe an Unternehmen ankurbeln. Der Schritt habe die Anleger ermutigt, so ein Teilnehmer.

An wichtigen US-Konjunkturdaten wurde nur der Chicago Fed National Activity Index veröffentlicht. Der Index ging im März auf einen Stand von minus 0,42 nach minus 0,18 im Vormonat zurück, was auf nachlassendes Wirtschaftswachstum hindeutet. Er fand am Markt aber kaum Beachtung, denn die Bilanzsaison in den USA rückte immer stärker in den Fokus.

Vor einigen Wochen gab es noch eine Reihe von Bedenken, hinsichtlich von Währungseffekten und anderen Dingen die sich negativ auf die Berichtssaison auswirken könnten", so Fondsmanager Brian Lazorishak von Chase Growth Fund. "Doch mittlerweile sind die Anleger hoffnungsvoll, dass viele dieser Effekte bereits in die Kurse eingearbeitet sind", so der Teilnehmer weiter.

Zu Wochenbeginn konnten gleich zwei Unternehmen mit ihren Zahlenwerken die Investoren überzeugen: Morgan Stanley und der Spielzeughersteller Hasbro. So hat Hasbro bei Umsatz und Gewinn die Erwartungen übertroffen. Damit hat das Unternehmen erneut bewiesen, dass es gegenüber dem Hauptkonkurrenten Mattel die Nase vorn hat. Mattel hatte zwar am Freitag einen geringeren Verlust als befürchtet vermeldet, doch steht die Rückkehr in die Gewinnzone für den Barbie-Hersteller weiter aus. Die Hasbro-Aktie schoss um 12,6 Prozent in die Höhe. Für Mattel ging es um 1,8 Prozent nach oben.

Auch die Zahlen von Morgan Stanley kamen gut an. Die Aktie legte um 0,6 Prozent zu. Die Bank hat im ersten Quartal wie viele Wettbewerber auch von einem besseren Handelsgeschäft profitiert und die Erwartungen geknackt. Sowohl bei den Einnahmen als auch beim Gewinn wurden die Marktschätzungen übertroffen. Für die Aktien des Öldienstleisters Halliburton ging es um 2,3 Prozent aufwärts, nachdem das Unternehmen ebenfalls besser als erwartet abgeschnitten hatte. Die Aktie von Merck & Co gewann nach der Bekanntgabe positiver Studienergebnisse zum neuen Krebs-Medikament Keytruda 1,3 Prozent.

Neben Unternehmensbilanzen beschäftigte aber auch wieder eine Übernahme die Anleger: Prologis, ein Betreiber von Lagerhäusern und Vertriebszentren für den Einzelhandel, kauft das Gewerbeimmobilienunternehmen KTR Capital Partners für 5,9 Milliarden US-Dollar. Der Kurs von Prologis stieg nach anfänglichen Verlusten um 0,4 Prozent. Dagegen legte die Tesla-Aktie den Rückwärtsgang ein und verlor 0,7 Prozent auf 205,27 Dollar. J.P. Morgan hat das Kursziel für die Aktie auf 165 von 175 Dollar gesenkt. Der starke US-Dollar und höhere Kosten dürften die Margen des Unternehmens geschmälert haben, fürchten die Analysten. Sie senkten auch ihre Ergebnisschätzung für das erste Quartal.

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Am Anleihemarkt fielen die Notierungen mit den neuen Stimulierungsmaßnahmen aus China. "Es wurde zwar mit weiteren Schritten gerechnet, doch das Ausmaß hat etwas überrascht", so Anleihe-Stratege Ian Lyngen von CRT Capital Group. Die anhaltenden Sorgen um das "Griechenland-Drama", die am Freitag noch für kräftige Aufschläge gesorgt hatten, traten dagegen wieder in den Hintergrund, hieß es. Für die Rendite zehnjähriger US-Anleihen ging es um fünf Basispunkte auf 1,90 Prozent nach oben.

Der Goldpreis rutschte zu Wochenbeginn wieder deutlicher unter die Marke von 1.200 Dollar. Die starken Kursgewinne an der Wall Street machten den "sicheren Hafen" Gold für Investoren weniger interessant. Dazu kam der festere Dollar. Für die Feinunze mussten zum US-Settlement 1.193,70 Dollar bezahlt werden, ein Abschlag von 0,8 Prozent.

Der US-Dollar neigte zu Wochenbeginn wieder zur Stärke. Im Gegenzug fiel der Euro bis auf 1,0712 Dollar zurück, nachdem es im Tageshoch noch 1,0819 Dollar waren. Im späten US-Handel mussten für die Gemeinschaftswährung 1,0736 Dollar bezahlt werden. Die US-Währung profitierte von der Ungewissheit um die Entwicklung in Griechenland, die wiederum den Euro schwächte, hieß es aus dem Handel.

Der Ölpreis hatte zunächst auch unter dem festeren Dollar gelitten, legte im Verlauf aber deutlicher zu. Marktteilnehmer verwiesen dabei auf die neuen konjunkturellen Stimulierungsmaßnahmen aus China. Das Land ist weltweit der zweitgrößte Öl-Konsument. Das Barrel US-Leichtöl der Sorte WTI kostete zum US-Settlement 56,38 Dollar, ein Aufschlag von 1,2 Prozent. Für ein Fass der Sorte Brent mussten wie zum Wochenausklang 63,45 Dollar bezahlt werden.

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INDEX zuletzt +/- % absolut
DJIA 18.034,93 1,17 208,63
S&P-500 2.100,40 0,92 19,22
Nasdaq-Comp. 4.994,60 1,27 62,79
Nasdaq-100 4.417,40 1,51 65,60

Kupon Laufzeit Notierung Änderung Rendite Änderung
1/2% 2-year 99 30/32 dn 2/32 0,532% +2,8 Bp
3/4% 3-year 99 22/32 dn 2/32 0,856% +2,6 Bp
1 3/8% 5-year 100 8/32 dn 5/32 1,324% +3,2 Bp
1 3/4% 7-year 100 20/32 dn 8/32 1,654% +3,9 Bp
2% 10-year 100 29/32 dn 14/32 1,897% +4,8 Bp
2 1/2% 30-year 98 14/32 dn 1 14/32 2,575% +7,0 Bp

DEVISEN zuletzt +/- % Mo, 11.55 Uhr Fr, 17.58 Uhr
EUR/USD 1,0736 -0,15% 1,0753 1,0777
EUR/JPY 128,00 0,13% 127,83 128,27
EUR/CHF 1,0264 -0,24% 1,0289 1,0272
USD/JPY 119,23 0,31% 118,86 119,04
GBP/USD 1,4910 -0,13% 1,4929 1,4938
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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April 20, 2015 16:37 ET (20:37 GMT)

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