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Mittwoch, 03. September 2014

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MÄRKTE USA/S&P-500 setzt Rally fort und schließt auf Allzeithoch

29.05.2014, 22:16 Uhr

Von Florian Faust

Allzeithochs haben sich zu einem täglichen Ritual an der Wall Street entwickelt. Auch am Donnerstag stieg der marktbreite S&P-500 auf ein solches bei 1.920 Punkten. Er schloss sogar auf Rekordstand - zum 13. Mal im laufenden Jahr. Die Aufwärtsdynamik fiel zunächst recht verhalten aus, denn die Konjunkturdaten lieferten ein uneinheitliches Bild. Doch Aktienanleger sahen zum Handelsende hin eher das Positive und trieben die Indizes auf ihre Tageshochs. Der S&P-500-Index zog um 0,5 Prozent an. Der Dow Jones Index gewann 0,4 Prozent auf 16.699 Zähler und der Nasdaq-Composite legte um 0,5 Prozent zu. Umgesetzt wurden 0,54 (Mittwoch: 0,64) Milliarden Aktien. Dabei kamen auf 2.099 (1.635) Kursgewinner 1.033 (1.491) -verlierer, unverändert schlossen 113 (107).

Gestützt wurde der Markt von positiven Arbeitsmarktdaten, denn die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe waren in der Vorwoche deutlicher zurückgegangen als erwartet. Für Ernüchterung sorgte dagegen das Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal, das deutlicher als befürchtet zurückgegangen war. Dazu gesellten sich schwache Hausverkäufe im April, wie frische Daten des Maklerverbandes zeigten.

Anleger negieren die aktuelle BIP-Schwäche und setzen auf eine deutliche Verbesserung in naher Zukunft", beschwichtigte Portfolioverwalter Brian Jacobsen von Wells Fargo Funds Management. "Letztlich zählt nicht, was war, sondern was sein wird. Und da wird die US-Geldpolitik das Ihrige dazu beitragen."

Offenbar sahen Anleger am Rentenmarkt dies zunächst anders, denn die vermeintliche Sicherheit der US-Staatsanleihen erfreute sich wie schon am Vortag anfänglich großer Beliebtheit. Die Rendite zehnjähriger US-Titel fiel zwischenzeitlich um weitere vier Basispunkte auf nur noch 2,40 Prozent und rangierte damit auf dem tiefsten Stand seit Juni 2013. Insbesondere die schwachen Immobiliendaten wurden als Stütze für die Rentennotierungen genannt. Im späten Handel erholte sich die Rendite jedoch wieder und legte um einen Basispunkt auf 2,45 Prozent zu. Händler sprachen von Gewinnmitnahmen. Eine Neuemission 7-jähriger US-Schuldtitel stieß nur auf eine mäßige Nachfrage, gleichwohl sank die Rendite hier auf das niedrigste Niveau seit Oktober 2013.

Am Devisenmarkt schien sich die Spekulation durchzusetzen, die US-Notenbank müsse die Wirtschaft noch eine ganze Weile durch eine lockere Geldpolitik unterstützen. Der US-Dollar büßte an Boden zu Euro und Yen ein, die Gemeinschaftswährung beendete bis auf Weiteres ihre Talfahrt und eroberte die Marke von 1,36 Dollar zurück. Im späten US-Geschäft kostete der Euro 1,3602 nach einem Tagestief von 1,3586 Dollar.

Der Goldpreis stabilisierte sich dank der schwachen Immobilien- und BIP-Daten. Der Preis für die Feinunze kletterte auf 1.256 Dollar, im Tagestief war die Feinunze schon für 1.252 Dollar zu haben gewesen. Gleichwohl war Gold im späten US-Vortageshandel drei Dollar teurer gewesen und verzeichnete so den vierten Tagesverlust in Folge. Gnanasekar Thiagarajan, Direktor bei Commtrendz Research, sah den Goldpreis in Richtung 1.223/30 Dollar fallen.

Der Ölpreis verharrte unter der Vortagesspitze von 104,39 Dollar, weil die nationalen Erdölbestände der USA stärker als vorhergesagt gestiegen waren. Am wichtigen Ölverladeterminal in Cushing waren die Reserven allerdings gesunken. Das Barrel der US-Sorte WTI schloss bei 103,58 Dollar - ein Aufschlag zum Vortagesschluss von 0,8 Prozent. Öl der europäischen Referenzsorte Brent verteuerte sich um 0,1 Prozent auf 109,97 Dollar.

Am Aktienmarkt kam die Neuerwerbung von Apple gut an, die Aktie legte 1,8 Prozent zu. Der Technologiekonzern hatte für 3 Milliarden Dollar den Kopfhörerhersteller und Streamingdienst-Anbieter Beats gekauft. Apple zahlt dafür 2,6 Milliarden Dollar in bar sowie 400 Millionen Dollar in Aktienkapital. Abercrombie & Fitch profitierten mit einem Aufschlag von 5,7 Prozent von der Erleichterung der Anleger, denn die Erstquartalszahlen des Bekleidungseinzelhändlers waren nicht so schwach wie befürchtet ausgefallen. Außerdem hatte Abercrombie das Gewinnziel für das laufende Jahr bekräftigt.

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Tyson Foods legten um 6,1 Prozent zu, das Unternehmen stieg in den Bieterkampf um Hillshire Brands ein. Die Titel des Lebensmittelkonzerns sprangen um 17,3 Prozent nach oben. Zuvor hatte Pilgrim's Pride bereits Interesse an dem Unternehmen bekundet. Pilgrim's-Aktien sanken um 1,1 Prozent. Nach enttäuschendem Geschäftsausweis brachen die Papiere des Einzelhändlers Tilly's um 17,1 Prozent ein. Costco tendierten 0,1 Prozent fester.

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INDEX zuletzt +/- % absolut
DJIA 16.698,74 0,39 65,56
S&P-500 1.920,03 0,54 10,25
Nasdaq-Comp. 4.247,95 0,54 22,87
Nasdaq-100 3.735,72 0,63 23,46

Kupon Laufzeit Notierung Änderung Rendite Änderung
3/8% 2-jähr. 100 glatt unv. 0,371% unv.
7/8% 3-jähr. 100 11/32 - 2/32 0,757% +1,8 BP
1 5/8% 5-jähr. 99 30/32 - 2/32 1,513% +1,4 BP
2 1/4% 7-jähr. 101 19/32 - 3/32 2,002% +1,4 BP
2 3/4% 10-jähr. 100 15/32 - 2/32 2,445% +0,7 BP
3 3/4% 30-jähr. 101 11/32 -10/32 3,304% +1,6 BP

DEVISEN zuletzt '+/- % Do, 7.52 Uhr Mi, 18.05 Uhr
EUR/USD 1,3604 0,00% 1,3603 1,3596
EUR/JPY 138,39 0,05% 138,32 138,41
EUR/CHF 1,2214 0,08% 1,2204 1,2212
USD/JPY 101,74 0,06% 101,68 101,78
GBP/USD 1,6717 -0,05% 1,6725 1,6711
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Kontakt zum Autor: florian.faust@wsj.com

DJG/DJN/flf

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May 29, 2014 16:16 ET (20:16 GMT)

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