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Samstag, 29. November 2014

Börse

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MÄRKTE USA/Energiewerte schwach - Konsumwerte gesucht

28.11.2014, 19:12 Uhr

An der Wall Street standen am Freitag die schwachen Ölwerten starken Konsumtiteln gegenüber. Der Ölpreis war am Vortag im Gefolge der Opec-Konferenz abgestürzt und drückte nun die Aktien des Sektors. Mit dem beginnenden Weihnachtsgeschäft wurden dagegen Konsumwerte gekauft. Am Handelstag an der Wall Street zwischen Thanksgiving und dem Wochenende blieben indes die Umsätze niedrig, es fand lediglich ein dreieinhalbstündiges Geschäft bis zum Mittag Ortszeit statt.

Der Dow-Jones-Index schloss unverändert bei 17.828 Punkte. Der S&P-500 fiel um 0,3 Prozent. Der Nasdaq-Composite gewann 0,1 Prozent und kletterte auf ein Jahreshoch. Wegen des verkürzten Handels blieb das Volumen niedrig. Umgesetzt wurden an der Nyse 648 (Mittwoch: 700) Millionen Aktien. Den 1.210 (1.952) Kursgewinnern standen 1.918 (1.207) -verlierer gegenüber, während 108 (108) Aktien unverändert schlossen.

Der Preis für Öl der US-Sorte WTI war am Donnerstag um über 6 Prozent eingebrochen. Im späten Geschäft wurden nur noch 67,45 Dollar je Barrel bezahlt, damit summierte sich das Minus seit dem späten Mittwoch auf 8,5 Prozent. Der Opec-Beschluss wird an der gegenwärtigen Ölschwemme nichts ändern, sagten Experten. Die großen Ölwerte und andere Aktien mit Energiebezug werden mit dem rasant fallenden Ölpreis immer unattraktiver.

So gaben beispielsweise Exxon Mobil 4,2 Prozent und Chevron 5,4 Prozent ab. Noch stärker traf es die Aktien der auf US-Fracking spezialisierten Unternehmen. So brachen etwa Goodrich Petroleum um 34 Prozent und Clayton Williams Energy um 26 Prozent ein. Gefragt waren hingegen Transportunternehmen wie etwa Fluggesellschaften. Delta Air Lines und Southwest Airlines sprangen um knapp 5,5 bzw 6,5 Prozent nach oben.

Konsumabhängige Werte rückten im Handelsverlauf mehr und mehr in den Blick. An diesem Freitag, dem "Black Friday", beginnt traditionell das Weihnachtsgeschäft. Für Unternehmen, die davon stark abhängig sind, wie etwa Apple oder Amazon, ist dies ein wichtiges Datum. Mit dem gesunkenen Ölpreis sind die Aussichten für den Konsum in jedem Fall gut.

Wal-Mart hatte bereits mitgeteilt, an Thanksgiving den zweitgrößten Online-Umsatz überhaupt erzielt zu haben. Die Aktie führte mit plus 3 Prozent den Dow-Jones-Index an. Auch andere Konsumwerte im Dow wie Nike oder Home Depot gehörten zu den stärksten Gewinnern. Amazon gewannen 1,6 Prozent, Macy's 2,2 Prozent.

Der Goldpreis neigte zur Schwäche. In den Blick gerät nun immer mehr das Referendum in der Schweiz über die Goldbestände der Notenbank. Sollten die Befürworter siegen, müsste diese kräftig Gold zukaufen. Doch aktuell scheinen eher die Gegner die Oberhand zu haben, was den Goldpreis belastete. Zudem verringert der fallende Ölpreis die Gefahr der Teuerung, womit Gold weniger attraktiv wird. Die Feinunze kostete 1.169 Dollar und damit rund 20 Dollar weniger als am späten Donnerstag.

Am Devisenmarkt standen die "Öl-Währungen" im Blick. Der Kanadische Dollar, die Norwegische Krone sowie der Rubel bauten die Verluste vom Vortag noch aus. Der ohnehin durch westliche Sanktionen gebeutelte Rubel markierte zu Euro und US-Dollar neue Allzeittiefs. Und die Devisenanalysten der Commerzbank sprechen von "unschönen Monaten", die Kanadischem Dollar und Norwegischer Krone bevorstehen. Der Euro verlor das Gros der Tagesgewinne zum Dollar wieder und stand bei nur noch 1,2435 Dollar.

Auch am Anleihemarkt dominierte der Blick auf den fallenden Ölpreis. Denn er vermindert die Inflationserwartungen und macht damit die Papiere attraktiver. Die Rendite der zehnjährigen Treasurys fiel um 3 Basispunkte auf 2,20 Prozent.

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INDEX zuletzt +/- % absolut
DJIA 17.828,24 0,00 0,49
S&P-500 2.067,58 -0,25 -5,25
Nasdaq-Comp. 4.791,63 0,09 4,31
Nasdaq-100 4.337,78 0,46 19,80

DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 8.42 Uhr Do, 17.55 Uhr
EUR/USD 1,2435 -0,21% 1,2462 1,2475
EUR/JPY 147,61 0,24% 147,26 146,92
EUR/CHF 1,2014 -0,10% 1,2026 1,2020
USD/JPY 118,70 0,46% 118,16 117,78
GBP/USD 1,5622 -0,59% 1,5715 1,5724
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Kontakt zum Autor: ralf.zerback@wsj.com

DJG/DJN/raz

END) Dow Jones Newswires

November 28, 2014 13:12 ET (18:12 GMT)

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