Spiegel Online manager magazin online

Freitag, 22. August 2014

Börse

WAL MART

56,79 Aktueller Kurs
-0,02% / -0,01 Differenz zum Vortag
0,00 Eröffnung
56,80 Tageshoch
56,79 Tagestief

Wal-Mart wird nach erstem Halbjahr vorsichtiger

14.08.2014, 13:30 Uhr

Der weltgrößte Einzelhändler Wal-Mart Stores hat auch im zweiten Quartal die Kaufzurückhaltung der Kunden auf dem Heimatmarkt zu spüren bekommen. Außerdem belasteten Investitionen in den Onlinehandel. Diese werden auch im weiteren Jahresverlauf auf das Ergebnis durchschlagen. Wal-Mart reduzierte daher die Jahresprognose. Die Aktie gibt im vorbörslichen Handel um 0,1 Prozent nach.

Der flächenbereinigte Umsatz in den USA stagnierte in den drei Monaten per Ende Juli. In den fünf Quartalen zuvor war diese viel beachtete Kennziffer jeweils zurückgegangen. Der Vorstand hatte im Mai "vergleichsweise unveränderte" Umsätze auf dem wichtigen Heimatmarkt in Aussicht gestellt.

Wieder auf die Beine helfen soll der US-Sparte von Wal-Mart Greg Foran. Der Manager folgte vor wenigen Tagen auf Bill Simon, der das Unternehmen nach insgesamt acht Jahren verlassen wird. Foran leitete zuletzt das China-Geschäft des Einzelhandelsriesen.

Insgesamt setzte Wal-Mart rund 120 Milliarden Dollar um nach 116,8 Milliarden im zweiten Quartal 2013. Damit wurde die Erwartung der Analysten gut erfüllt. Netto verdiente der Konzern 4,09 Milliarden Dollar und damit nur ein wenig mehr als im Vorjahr. Das Ergebnis je Aktie lag 1,26 Dollar und damit um 2 Cent über dem Vorjahreswert. Im fortgeführten Geschäft lag der Gewinn je Anteil bei 1,21 Dollar und damit innerhalb der eigenen Prognosespanne von 1,15 bis 1,25 Dollar.

Nach dem ersten Halbjahr schaut der Konzern nun vorsichtiger in die Zukunft. Höhere Investitionen in den Onlinehandel sowie höhere Ausgaben für die Gesundheitsvorsorge der Mitarbeiter lassen nur noch ein Ergebnis je Aktie von 4,90 bis 5,15 Dollar zu. Bisher lag die Messlatte bei 5,10 bis 5,45 Dollar.

Anzeige
Auch die jüngsten Konjunkturdaten lassen wenig Hoffnung zu. Die Daten des US-Handelsministeriums lieferten ein Indiz für die fragile Konsumneigung der Bevölkerung, hieß es von Analysten. Der Umsatz der US-Einzelhändler hat im Juli stagniert und damit die Erwartung eines 0,2-prozentigen Anstiegs verfehlt.

Die Einzelhandelsdaten gelten als wichtiger Indikator für die Konsumausgaben der US-Verbraucher, die mit einem Anteil von rund 70 Prozent am Bruttoinlandsprodukt eine Schlüsselrolle für die US-Wirtschaft spielen.

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

DJG/DJN/bam/jhe

END) Dow Jones Newswires

August 14, 2014 07:30 ET (11:30 GMT)

Copyright (c) 2014 Dow Jones & Company, Inc.