Spiegel Online manager magazin online

Sonntag, 29. März 2015

Börse

KRONES AG INHABER-AKTIEN O.N.

94,79 Aktueller Kurs
+0,92% / 0,86 Differenz zum Vortag
94,53 Eröffnung
95,48 Tageshoch
93,74 Tagestief

Stand: 17:35 Uhr | Börsenschluss: in 6:10 Std.

MÄRKTE EUROPA/Nach der Fed ist vor dem Hexensabbat

19.03.2015, 12:49 Uhr

Von Thomas Leppert

FRANKFURT (Dow Jones)--An der Börsen in Europa kämpfen am Tag nach der Fed-Sitzung die Bullen und die Bären um die Vorherrschaft. Die Aktienmärkte handeln dabei um ihre Schlusskurse vom Vortag. Für eine Richtung können sie sich bisher noch nicht entscheiden. Möglicherweise liefert die Wall Street am Nachmittag den entscheidenden Impuls für die Tendenz der kommenden Tage. Mit Spannung wird zudem auf den "Hexensabbat" gewartet, den großen Verfalltermin am Terminmarkt zum Wochenausklang. Am Donnerstagmittag notiert der DAX mit einem wenig verändert bei 11.921 Punkten. Der Euro-Stoxx-50 klettert um 0,3 Prozent auf 3.678 Punkte.

Die Währungshüter in den USA haben am Vorabend wie erwartet den Passus "geduldig" mit Blick auf die Zinspolitik fallen lassen. Zugleich hat die Fed allerdings die Inflations- und Wachstumserwartungen nach unten angepasst. Beobachter erwarten nun eine erste Leitzinserhöhung erst im September und nicht bereits im Juni. Auch dürften die Leitzinsen in der Folge langsamer steigen als bislang erwartet.

Die Societe Generale spricht von einer "sehr taubenhaften Botschaft" der Fed. Der Dollar geriet nach der Entscheidung der Fed zunächst unter erheblichen Abgabedruck. Der Euro wertete kurzfristig um rund 4 Cents auf über 1,10 Dollar auf, konnte dieses Niveau aber nicht halten und notiert nun fast wieder auf dem Ausbruchsniveau bei aktuell 1,0720 Dollar.

Die geldpolitische Entscheidung der US-Notenbank wird im Handel als stützend für das Sentiment an den Finanzmärkten gewertet. "Die Gefahr eines Überziehens bei den geplanten Zinserhöhungen ist mit den neuen Zinsprojektionen vom Tisch", so ein Marktteilnehmer. Das sei für die internationale Börsenlandschaft günstig, auch weil damit die Gefahr einer neuen Schwellenländer-Krise weiche. Denn diese sind stark in Dollar verschuldet. Positiv wird am Markt gesehen, dass US-Anleger nun keine stärkeren Währungsverluste mehr befürchten müssten.

Nach Einschätzung der Commerzbank dürfte der US-Dollar in Zukunft nur noch langsamer aufwerten. Die Fed habe ein klares Signal an die Devisenmärkte gesendet, die Geschwindigkeit der Aufwertung nicht zu übertreiben. Mit einem grundsätzlichen Ende der Aufwertungsbewegung des Dollar rechnen die Analysten allerdings nicht. Schließlich bleibe die Fed im sehr exklusiven Kreis von Zentralbanken, die ihre Geldpolitik in absehbarer Zeit normalisieren werden.

An der Börse richtet sich der Blick nun auf den großen Verfall-Termin an der Terminbörse Eurex. Am Freitagmittag verfallen die Futures auf den Euro-Stoxx-50 und auf den DAX. Zudem verfallen die Index-Optionen. Am Abend, zum Schlusskurs, werden die Optionen auf Einzelwerte abgerechnet. Nach der kräftigen Kursbewegung seit Jahresbeginn können größere Kursschwankungen zum Wochenschluss nicht ausgeschlossen werden.

Im DAX verlieren Lanxess nach der Bekanntgabe von Zahlen 0,2 Prozent. Die endgültigen Ergebnisse für das abgelaufene Geschäftsjahr enthalten laut DZ Bank keine Überraschungen. Allerdings sei der Ausblick zurückhaltend ausgefallen. Nach ebenfalls vorgelegten Zahlen setzen bei Deutsche Euroshop dagegen Gewinnmitnahmen ein. Die Aktie verliert 0,8 Prozent. Die Ergebnisse liegen über den Schätzungen der UBS. Das Papier sei in den vergangenen drei Monaten aber gut gelaufen und habe um 6 Prozent besser als der Sektor abgeschnitten.

Für die Aktie von HeidelbergCement geht es um 0,8 Prozent nach oben. Der Nettogewinn von HeidelbergCement liegt zwar 25 Prozent unter der Schätzung von Davy Research. "Unter dem Strich ist zwar der Nettogewinn schwach, aber der Markt konzentriert sich vermutlich auf den optimistischen Ausblick und die geringere Nettoverschuldung", heißt es seitens der Analysten. Krones-Aktien notieren 0,8 Prozent im Minus. Die Zahlen und der Ausblick des Unternehmens liegen im erwartet positiven Rahmen, heißt es im Handel. Vor allem der wichtige Margenausblick sei bestätigt worden.

Anzeige
Siemens leiden laut Händlern unter Aussagen zum Energiegeschäft. Hier schöben Kunden Aufträge nach hinten, so Händler mit Blick auf Konzernaussagen auf einer Konferenz von Merrill Lynch. Auch das Geschäft mit Windkraft bleibe demnach "herausfordernd". Im Industriegeschäft sei Siemens mit den Margen unzufrieden. Daneben entwickelten sich aber auch Geschäftszweige positiv, so das Automotive-Geschäft. "Wichtig ist, dass der Kurs nicht mehr nachhaltig unter 100 Euro zurückfällt", so der Händler. Siemens verlieren 3,2 Prozent.

Nach Zahlen und Ausblick geht es für das Kion-Papier 3,8 Prozent nach unten. Die Ergebnisse sind im Rahmen der Erwartungen ausgefallen. Allerdings spricht Jefferies von einem konservativen Ausblick. Nach dem Ausscheiden von Borussia Dortmund in der Champions League (CL) verliert die Aktie 5,7 Prozent. "Mit der Heimpleite gegen Turin steht nun wohl fest, dass der BVB nächstes Jahr nicht in der Königsklasse spielt", sagt ein Händler.

===
===
INDEX Stand +-%
Euro-Stoxx-50 3.678,27 +0,27%
Stoxx-50 3.464,67 +0,43%
DAX 11.921,19 -0,01%
FTSE 6.949,97 +0,07%
CAC 5.041,62 +0,16%
EUREX Stand +-Ticks
Bund-Future 158,48% -56

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8.37 Uhr Mi, 17.36 Uhr
EUR/USD 1,0720 0,14% 1,0705 1,0638
EUR/JPY 129,21 -0,04% 129,26 128,58
EUR/CHF 1,0598 -0,49% 1,0650 1,0576
USD/JPY 120,67 0,01% 120,66 120,91
GBP/USD 1,4904 0,34% 1,4854 1,4694
===
===
Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@dowjones.com

DJG/thl/ros

END) Dow Jones Newswires

March 19, 2015 07:49 ET (11:49 GMT)

Copyright (c) 2015 Dow Jones & Company, Inc.