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Sonntag, 25. August 2019

Börse

BUSINESS WIRE: Boies Schiller Flexner LLP reichen Klage ein gegen tschechischen Oligarchen - Beschuldigter soll US-Hedgefonds und einen ehemaligen Partner um eine Milliarde US-Dollar betrogen haben

18.04.2019, 09:41 Uhr

MITTEILUNG UEBERMITTELT VON BUSINESS WIRE. FUER DEN INHALT IST ALLEIN DAS BERICHTENDE UNTERNEHMEN VERANTWORTLICH.

NEW YORK --(BUSINESS WIRE)-- 18.04.2019 --

Der New Yorker Hedgefonds Kingstown Capital Management L.P. und weitere Kläger haben am 10. April 2019 im Southern District of New York eine Klage gegen Radovan Vitek eingereicht, einen tschechischen Immobilienmogul mit Geschäftsinteressen in ganz Europa, dessen Vermögen vom Forbes-Magazin auf 3,5 Milliarden US-Dollar geschätzt wird. Der Hedgefonds Kingstown Capital Management L.P. und die tschechische Investmentfirma Investhold Ltd., vertreten durch die renommierte Anwaltskanzlei Boies Schiller Flexner LLP, werfen Vitek vor, ein ausgeklügeltes kriminelles Unternehmen betrieben zu haben, das die Kläger um mehr als eine Milliarde US-Dollar betrogen habe.

Laut Klageschrift hat Vitek, Mehrheitseigentümer von, Berlins größtem gewerblichen Immobilienanbieter, unter anderem Betrug, Geldwäsche und andere Straftaten begangen und sich auf Kosten der Kläger bereichert. Seine geschäftlichen Aktivitäten erstrecken sich dabei über mehrere Länder, darunter die Tschechische Republik, die Schweiz, Luxemburg, Deutschland, Kroatien und Großbritannien.

In der Klageschrift wird behauptet, dass Vitek von der tschechischen Privatbank J&T Banka sowie der luxemburgischen Immobilienentwicklungsgesellschaft ORCO Property Group, S.A., und ORCO Germany, der heutigen CPI Property Group, mit einem Immobilienportfolio von 8 Mrd. US-Dollar in ganz Europa und fast 4.000 Mitarbeitern unterstützt wurde.

Nachdem Kingstown Capital eine wesentliche Beteiligung an der ORCO Property Group erworben hatte, übernahm Vitek "über eine Reihe von Strohfirmen und Strohmännern heimlich die Kontrolle über ORCO", so die Klage. Zu den Personen, die als "Strohmänner" bezeichnet werden, gehören der ehemalige Chief Executive Officer von ORCO, Jean-François Ott, und die Mutter von Vitek, Milada Mala.

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In der Klage heißt es weiter, dass "Vitek ORCO seine wertvollsten Immobilienwerte entzogen hat, indem er seine effektive Kontrolle über das Unternehmen nutzte, um ORCO zu veranlassen, Immobilien unter Preis an andere Unternehmen zu verkaufen, die Vitek heimlich kontrollierte".

Außerdem, so die Klage, "wurde das Schema von Vitek, das über fast zehn Jahre durchgeführt wurde und zahlreiche Investitionen und Unternehmen umfasste, von J&T Banka, a.s. und ihren Tochtergesellschaften ermöglicht. J&T Banka [...] finanzierte fast alle betrügerischen Aktivitäten von Vitek und war ein williger Erfüllungsgehilfe bei Viteks Straftaten".

Matthew L. Schwartz, Partner bei Boies Schiller Flexner und ehemaliger US-Bundesanwalt, der die Kläger in diesem Fall vertritt, kommentiert: "Die heutige Klage legt akribisch die Existenz eines umfassenden, sich über zehn Jahre erstreckenden betrügerischen Schemas dar, das von Vitek und seinen Mittätern ausgeführt wurde und ihn zum Milliardär mit einem der größten Immobilienimperien der Welt machte. Wir freuen uns auf die Gelegenheit, dem Gericht unsere Beweise vorzulegen, und wir sind zuversichtlich, dass die Gerechtigkeit in diesem Fall obsiegen wird."

In der Klage heißt es, dass die luxemburgische Finanzaufsichtsbehörde Commission de Surveillance du Secteur Financier im Jahr 2017 eine Untersuchung gegen Vitek, Ott und die CPI Property Group eingeleitet und festgestellt hat, dass "Vitek und Ott im Geheimen gemeinsame Sache machten, ORCO heimlich kontrolliert und damit luxemburgisches und europäisches Recht verletzt haben".

Die Kläger fordern nun weitaus höhere Strafen gegen die Beklagten wegen angeblicher Verstöße gegen mehrere Gesetze, unter anderem gegen den "Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act". Die Beklagten "begaben sich absichtlich und wiederholt in die USA, insbesondere nach New York, um ihre Straftaten zu begehen", heißt es in der Klage. Einen Link zur Klage vom 10. April 2019 finden Sie hier.

Die Ausgangssprache, in der der Originaltext veröffentlicht wird, ist die offizielle und autorisierte Version. Übersetzungen werden zur besseren Verständigung mitgeliefert. Nur die Sprachversion, die im Original veröffentlicht wurde, ist rechtsgültig. Gleichen Sie deshalb Übersetzungen mit der originalen Sprachversion der Veröffentlichung ab.

BOIES SCHILLER FLEXNER LLP
Edward Evans
Director of Communications
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