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Dienstag, 02. September 2014

Börse

AAREAL BANK

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MÄRKTE EUROPA/Trister Alltag kehrt zurück

12.08.2014, 18:02 Uhr

Von Manuel Priego Thimmel

Wie gewonnen, so zerronnen. Die Freude der Anleger über die Kursrally zu Wochenbeginn währte nicht lange. Am Dienstag herrschte wieder die alte Tristesse vor. Geopolitische Risiken, die Sorge vor einer härteren künftigen Gangart der US-Notenbank sowie Wachstumssorgen führten zu Zurückhaltung bei den Anlegern. Nicht dazu angetan, die Stimmung zu heben, war ein sehr schwaches ZEW-Konjunkturbarometer. Der DAX verlor 1,2 Prozent auf 9.069 Punkte. Für den Euro-Stoxx-50 ging es 0,8 Prozent auf 3.024 nach unten.

Die ZEW-Erwartungskomponente ist im August auf 8,6 von zuvor 27,1 Punkten eingebrochen. Prognostiziert worden war ein Wert von 18. Auch die aktuelle Konjunkturlage wird von den Finanzmarktakteuren klar schlechter eingeschätzt. "Auslöser hierfür dürften die Sanktionen gegen Russland und die zuletzt schwachen Konjunkturdaten gewesen sein", sagte die Commerzbank. Wie die monatliche Meinungsumfrage von Bank of America-Merrill Lynch unter Profianlegern im August ergeben hat, sind europäische Aktien in der Gunst weiter gefallen.

Nur noch 13 Prozent der Befragten sind in Europa übergewichtet - ein Rückgang von 22 Prozentpunkten. Das Sentiment für europäische Aktien könnte auf Krisenniveau zurückfallen - es sei denn, die Unternehmensgewinne ziehen wieder an. Wie die stark gestiegenen Cash-Quoten in den Portfolien nahelegen, gehen die Anleger auf Nummer sicher. Gold profitierte von der Entwicklung und zog weiter an. Das Edelmetall stieg 0,6 Prozent auf 1.316 Dollar. Seit Jahresbeginn hat Gold fast 10 Prozent zugelegt, während mit Aktien kein Geld zu verdienen war.

Der Euro litt unter der Entwicklung und fiel auf 1,3358 Dollar zurück. Die Gemeinschaftswährung notiert damit nur noch knapp über dem Jahrestief von 1,3332 Dollar. Laut der Citigroup sind Euro-Erholungen Verkaufsgelegenheiten. Für die Commerzbank ist es zu früh, ein Urteil über die deutsche Wirtschaft zu fällen. Der ZEW habe in der Vergangenheit häufiger Fehlsignale geliefert. Die Analysten wollen zunächst die Einkaufsmanagerindizes in der kommenden Woche abwarten, bevor sie ein Urteil fällen.

Die Nachrichtenlage am Dienstag war ruhig. Der Bankensektor legte gegen den Trend 0,3 Prozent zu. Händler sprachen der Erholung nach dem Einbruch der Sektors in den vergangenen Wochen keinerlei fundamentale Bedeutung zu. Zyklische Branchen wurden wegen der Wachstumssorgen der Anleger weiter verkauft. Der Öl- und Gassektor verlor 1 Prozent. Für Autoaktien ging es 1,3 Prozent nach unten, während Chemietitel 0,9 Prozent nachgaben.

Im DAX brachen Henkel-Aktien nach dem Zahlenausweis 5,2 Prozent ein. Händler begründeten die Kursverluste mit der vorsichtigen Wortwahl der Düsseldorfer mit Blick auf das zweite Halbjahr. Henkel hat vor einem schwachen Russland-Geschäft gewarnt. Die Zahlen für das zweite Quartal selbst sind nach Auffassung von Bernstein durchwachsen ausgefallen. Der Umsatz habe leicht unter Prognosen gelegen, wenngleich Margen und Gewinn besser als erwartet ausgefallen seien.

Für das Leoni-Papier ging es sogar 7 Prozent nach unten. Die NordLB sprach von enttäuschenden Geschäftszahlen. Insbesondere die Sparte Bordnetzsysteme habe nicht überzeugt. Nach einer Gewinnwarnung verlor die Aktie des Biotechnologieunternehmen Biotest 5 Prozent. Nach einer Umsatzwarnung gaben GfK-Titel 4,5 Prozent nach. Mit soliden Ergebnissen wartete dagegen die Aareal Bank auf. Deren Kurs stieg 0,3 Prozent.

Der schwedische Pensionsfonds Alecta trennte sich nach Informationen aus dem Handel von 2,9 Millionen Aktien des Klinikbetreibers Rhön-Klinikum. Die Stücke sollen zu 22,50 Euro je Anteilsschein platziert worden sein. Die Rhön-Aktie verlor 1,9 Prozent auf 22,67 Euro, was für eine gute Aufnahme der Platzierung im Handel spricht. Nach guten Zahlen legte das Evotec-Papier 4,6 Prozent zu.

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Schlussbörsen vom Dienstag, 12. August

Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung
stand absolut in % seit
Jahresbeginn
Euro-Stoxx-50 3.023,77 -23,79 -0,8% -2,7%
Stoxx-50 2.922,72 -6,53 -0,2% +0,1%
Stoxx-600 328,74 -0,62 -0,2% +0,1%
XETRA-DAX 9.069,47 -111,27 -1,2% -5,1%
FTSE-100 London 6.632,42 -0,40 -0,0% -1,7%
CAC-40 Paris 4.162,16 -35,54 -0,8% -3,1%
AEX Amsterdam 394,22 -2,43 -0,6% -1,9%
ATHEX-20 Athen 352,12 +8,55 +2,5% -8,5%
BEL-20 Bruessel 3.071,15 -3,20 -0,1% +5,0%
BUX Budapest 17.082,22 -191,78 -1,1% -8,0%
OMXH-25 Helsinki 2.846,11 +1,42 +0,1% +0,4%
ISE NAT. 30 Istanbul 95.658,00 +736,15 +0,8% +16,0%
OMXC-20 Kopenhagen 719,38 +1,93 +0,3% +16,9%
PSI 20 Lissabon 5.360,89 -9,67 -0,2% -18,4%
IBEX-35 Madrid 10.241,50 +48,00 +0,5% +3,3%
FTSE-MIB Mailand 19.416,26 -44,41 -0,2% +2,4%
RTS Moskau 1.198,72 -4,95 -0,4% -16,9%
OBX Oslo 542,04 -7,73 -1,4% +7,6%
PX Prag 957,63 -7,65 -0,8% -3,2%
OMXS-30 Stockholm 1.349,96 -7,40 -0,5% +1,3%
WIG-20 Warschau 2.349,48 -2,50 -0,1% -2,1%
ATX Wien 2.246,88 -14,60 -0,6% -11,8%
SMI Zuerich 8.329,80 -0,06 -0,0% +1,5%

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8.15 Uhr Mo, 18.06 Uhr
EUR/USD 1,3356 -0,07% 1,3366 1,3383
EUR/JPY 136,52 -0,13% 136,70 136,71
EUR/CHF 1,2131 -0,06% 1,2139 1,2131
USD/JPY 102,21 -0,06% 102,28 102,15
GBP/USD 1,6804 0,24% 1,6763 1,6783
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Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

DJG/mpt/raz

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