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15, 16. 01 2014

Börse

DT. BANK

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Stand: 21:01 Uhr | Börsenschluss: in 1:58 Std.

MÄRKTE EUROPA/Konjunkturhoffnungen treiben Kurse wieder hoch

16.04.2014, 18:13 Uhr

Von Benjamin Krieger

Die Berg- und Talfahrt an den Börsen geht weiter. War der DAX am Vortag noch auf den tiefsten Stand seit fast fünf Wochen gefallen, erholten sich die Kurse am Mittwoch kräftig. Für den DAX ging es um 1,6 Prozent auf 9.318 Punkte nach oben. Solide bis sehr gute Quartalszahlen von Intel und Yahoo vom Vorabend sorgten ebenso wie Wachstumszahlen aus China und den USA für Aktienkäufe. Der Euro-Stoxx-50 rückte um 1,5 Prozent auf 3.139 Zähler vor.

Das Wirtschaftswachstum Chinas von 7,4 Prozent im ersten Quartal liegt leicht über der Konsensprognose von Volkswirten von 7,3 Prozent. "Mit dem Blick nach vorn dürfte sich die chinesische Wirtschaft in den kommenden Monaten stabilisieren", sagte Flemming Nielsen von der Danske Bank. So gebe es Hinweise auf eine stabilere Industrieproduktion in China.

Am Nachmittag konnten die Börsen die Gewinne noch ausbauen, angetrieben von guten Konjunkturzahlen aus den USA. Dort ist die Industrieproduktion im März stärker gestiegen als erwartet. Zudem wurden die Februar-Daten nachträglich nach oben korrigiert. "Die Zahlen überzeugen auf ganzer Linie und sie untermauern das Szenario einer wirtschaftlichen Belebung", sagte Johannes Jander von der Helaba.

Am Devisenmarkt wertete der US-Dollar am Nachmittag zum Euro auf. Die robuste Industrieproduktion in den USA ließ Händler Dollar gegen Euro kaufen. Die Gemeinschaftswährung fiel vom Tageshoch bei 1,3851 auf 1,3803 zurück.

Verlierer des Tages aber war der Yen, der zum Dollar und auch zum Euro abwertete. Belastet wurde Japans Währung von Aussagen des japanischen Notenbankchefs Kuroda. Dieser hatte gesagt, für einen Ausstieg aus der extrem lockeren Geldpolitik Japans sei es noch zu früh.

Gewinner des Tages war das Pfund Sterling. Großbritanniens Währung stieg zum Euro und zum Dollar kräftig. In Großbritannien ist die Arbeitslosenquote auf den niedrigsten Stand seit mehr als fünf Jahren gefallen. "Die Zunahme der Beschäftigung liegt weit über den Schätzungen der Londoner City", sagte Ross Walker von der Royal Bank of Scotland.

Bundesanleihen, die am Dienstag stark gestiegen waren, traten auf der Stelle. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen liegt wie schon am Dienstag bei knapp unter 1,50 Prozent. "Die Unsicherheit über eine mögliche militärische Eskalation in der Ukraine wird Bundesanleihen aber weiter stützen", prognostizierte Norbert Wuthe von der BayernLB.

Am deutschen Aktienmarkt waren unter den 30 DAX-Schwergewichten mit Adidas und HeidelbergCement nur zwei Kursverlierer zu finden. Die Automobilwerte BMW, Daimler, Continental und VW legten um 2,1 bis 5,2 Prozent zu.

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Auch in Europa läuft die Saison der Quartalszahlen allmählich an. Der Gewinn der Bank Credit Suisse blieb mit 1,4 Milliarden Franken um 11 Prozent hinter der Konsensschätzung von Analysten. Die Aktie verlor 1,4 Prozent. Das Investmentgeschäft habe das Ergebnis belastet, sagten Analysten von Helvea-Baader.

Stärker als erwartet haben Wechselkurseffekte den Umsatz von Danone im ersten Quartal belastet. Die Aktie schloss unverändert. Der Umsatz ging im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr leicht zurück auf gut 5 Milliarden Euro.

Der schweizerische Pflanzenchemiekonzern Syngenta sprach von einem starken Start der europäischen Anbausaison. Der Umsatz stieg im ersten Quartal um 2 Prozent auf 4,7 Milliarden Dollar. Die Aktie legte um 2,3 Prozent zu.

Papiere des niederländischen Chip-Zulieferers ASML büßten dagegen 5,3 Prozent ein. Das Unternehmen rechnet in den nächsten Monaten mit Kaufzurückhaltung der Kunden und hat sich daher von den Zielen für das erste Halbjahr verabschiedet.

Tesco-Aktien stiegen nach von Ergebnissen für das Geschäftsjahr 2013/2014 um 2,6 Prozent. Die Deutsche Bank kommentierte, in Europa und Asien seien die Geschäfte besser gelaufen als erwartet. Auf dem Heimatmarkt bekommt Tesco dagegen immer mehr Konkurrenz von Aldi und Lidl.

Aktien von GEA zogen um 6,2 Prozent an. Der Hersteller von Anlagen für die Lebensmittelindustrie und die Tierzucht trennt sich für 1,3 Milliarden Euro vom Geschäft mit Wärmetauschern. Der Finanzinvestor Triton hat diese Sparte übernommen.

Die Deutsche Bank hat das Kursziel für das Biotech-Unternehmen MorphoSys um 17 auf 81 Euro erhöht. Der Kurs sprang daraufhin um fast 12 Prozent auf 62 Euro nach oben. Eine Hochstufung der ProSieben-Aktie auf "Neutral" durch die Citigroup ließ den Kurs um 5 Prozent steigen.

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Europäische Schlussbörsen vom Mittwoch, 16. April

. Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung
. stand absolut in % seit
. Jahresbeginn
Europa Euro-Stoxx-50 3.139,26 47,74 +1,5% 1,0
. Stoxx-50 2.908,64 29,06 +1,0% -0,4
. Stoxx-600 330,82 4,24 +1,3% 0,8
Frankfurt XETRA-DAX 9.317,82 144,11 +1,6% -2,5
London FTSE-100 6.584,17 42,56 +0,7% -2,4
Paris CAC-40 4.405,66 60,31 +1,4% 2,6
Amsterdam AEX 395,99 3,33 +0,8% -1,4
Athen ATHEX-20 391,47 8,65 +2,3% 1,7
Brüssel BEL-20 3.098,71 51,60 +1,7% 6,0
Budapest BUX 17.407,97 62,37 +0,4% -6,2
Helsinki OMXH-25 2.776,71 36,43 +1,3% -2,1
Istanbul ISE NAT. 30 88.709,94 51,01 +0,1% 7,6
Kopenhagen OMXC-20 681,95 12,83 +1,9% 10,8
Lissabon PSI 20 7.188,30 154,27 +2,1% 12,0
Madrid IBEX-35 10.267,90 164,40 +1,6% 3,5
Mailand FTSE-MIB 21.534,52 717,03 +3,4% 13,5
Moskau RTS 1.154,31 11,35 +1,0% -20,0
Oslo OBX 503,79 4,85 +1,0% 0,0
Prag PX 1.001,78 5,77 +0,6% 1,3
Stockholm OMXS-30 1.342,55 13,27 +1,0% 0,7
Warschau WIG-20 2.395,55 -11,77 -0,5% -0,2
Wien ATX 2.465,68 25,28 +1,0% -3,2
Zürich SMI 8.322,70 42,17 +0,5% 1,5

DEVISEN zuletzt '+/- % Mi, 8.30 Uhr Di, 18.27 Uhr
EUR/USD 1,3822 -0,06% 1,3830 1,3814
EUR/JPY 141,4111 0,00% 141,4097 140,2985
EUR/CHF 1,2180 0,10% 1,2169 1,2153
USD/JPY 102,3150 0,08% 102,2355 101,5600
GBP/USD 1,6796 0,37% 1,6735 1,6734
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Kontakt zum Autor: benjamin.krieger@wsj.com

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April 16, 2014 12:13 ET (16:13 GMT)

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