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MÄRKTE EUROPA/Fed gibt grünes Licht für Jahresendrally

18.12.2014, 18:09 Uhr

Von Manuel Priego Thimmel

Von Krisenstimmung war an Europas Börsen am Donnerstag nichts mehr zu spüren. Erleichtert reagierten die Anleger auf das Ergebnis der geldpolitischen Sitzung der US-Notenbank. Zwar wurde im Fed-Kommuniqué der Passus gestrichen, dass die Zinsen noch "für eine beträchtliche Zeit" niedrig bleiben. Zum Ausgleich hieß es aber, dass man bei der Straffung der Geldpolitik "geduldig" vorgehen werde. Zusätzlich gestützt wurde die Stimmung durch den zweiten Anstieg des ifo-Geschäftsklimaindex in Folge.

Der DAX gewann 2,8 Prozent auf 9.811 Punkte. Für den Euro-Stoxx-50 ging es 3,4 Prozent auf 3.154 nach oben. Die US-Notenbank habe auf ihrer Sitzung den richtigen Ton angeschlagen - nicht zu falkenhaft und nicht zu taubenhaft, hieß es im Handel. Die Commerzbank geht davon aus, dass die Fed am 17. Juni 2015 erstmals die Leitzinsen anheben wird. Als hilfreich für die Marktstimmung erwiesen sich auch die anhaltende Stabilisierung des Rubels und kräftige Kursgewinne an der Moskauer Börse. Händler sehen nun wieder die Chance auf eine durch die Russland-Krise unterbrochene Fortsetzung der Jahresendrally.

Selbst Griechenland konnte bei dem guten Nachrichtenumfeld nicht belasten. Wie erwartet war dort die Wahl des griechischen Präsidenten durch das Parlament im ersten Durchgang gescheitert. Die notwendige Zweidrittelmehrheit wurde nicht erreicht. An der Börse wird davon ausgegangen, dass frühestens die dritte Wahlrunde eine Entscheidung liefern wird. Ansonsten drohen im Januar Neuwahlen.

An den Devisenmärkten reagierte der Dollar mit Aufschlägen zum Euro. Zum Börsenschluss in Europa stand die Einheitswährung bei 1,2290 Dollar. Die Anleger preisten damit die gestiegenen Erwartungen an eine Leitzinserhöhung in den USA in den kommenden Monaten ein. Derweil stabilisierte der Rubel sich weiter. Die Devise schwankte um 60 zum Dollar, und damit um das Niveau vor dem jüngsten Einbruch. Präsident Wladimir Putin glaubt derweil, dass Russland die gegenwärtige Krise in spätestens zwei Jahren überwunden haben wird.

Öl-Werte erholten sich weiter und gewannen im Schnitt 2,7 Prozent. Öl arbeitet weiter an einer Bodenbildung. Die Sorte Brent notierte zum Börsenschluss etwas leichter bei rund 60 Dollar je Barrel. Fonds seien im Öl-Sektor so untergewichtet wie noch nie, sagte ein Händler: "Das könnte noch tagelang zu Käufen zwingen". Der Euro-Stoxx-50 dürfte den Dax daher zunächst weiter outperformen, da Ölwerte dort hoch gewichtet sind, hieß es.

Stärkster Bereich in Europa war der Bausektor. Die Deutsche Bank hatte sich sehr positiv zu den Aussichten der Branche geäußert. Der Sektor-Index stieg um 4,4 Prozent. Die Titel der französischen Vinci legten gleich um 6 Prozent zu. Im Dax profitierten HeidelbergCement davon und stiegen 3,6 Prozent. Auch Bankentitel waren dank der Entspannung an den Börsen gesucht und gewannen 3,3 Prozent. Im Luftfahrtsektor stieg die Aktie von Aer Lingus 8,8 Prozent. IAG hatte dem Carrier ein Übernahmeangebot vorgelegt, das die Iren allerdings ablehnten.

Die Papiere von SAP zogen 3,8 Prozent an, nachdem die US-Börsen die Quartalsergebnisse des Mitbewerbers Oracle positiv aufgenommen hatten. E.ON gewannen 4 Prozent nach einer Kaufempfehlung durch die Societe Generale. Allianz zogen mit dem gesamten Banken- und Versicherungssektor an und gewannen 2,5 Prozent. Die Bekanntgabe des Verkauf des Privatkundengeschäfts von Fireman's Funds durch die Allianz für 365 Millionen Dollar spielte bei der Kursfindung keine Rolle. Telekom stiegen nach einer positiven Sektorstudie der Credit Suisse 4,1 Prozent.

Jenoptik-Titel profitierten von dem guten Marktsentiment und der Aussicht auf ein besseres Geschäftsjahr 2015. Das Unternehmen strebt eine überproportionale Steigerung des EBITDA an. Die Aktie gewann 5,6 Prozent. QSC machten einen Satz von 21,1 Prozent. Ausgelöst wurde die Bewegung durch einen Bericht im "manager magazin", wonach United Internet den Kauf des QSC-Netzes prüfe. "Diese Überlegung ist nicht neu", sagte Adrian Pehl, Analyst bei equinet. Die entscheidenden Fragen seien, wieviel United Internet bezahle und wieviel Geld in das Netz investiert werden müsse.

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Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung
stand absolut in % seit
Jahresbeginn
Euro-Stoxx-50 3.147,83 +95,84 +3,1% +1,2%
Stoxx-50 2.978,98 +77,63 +2,7% +2,0%
Stoxx-600 338,75 +9,41 +2,9% +3,2%
XETRA-DAX 9.811,06 +266,63 +2,8% +2,7%
FTSE-100 London 6.466,00 +129,52 +2,0% -4,2%
CAC-40 Paris 4.249,49 +137,58 +3,3% -1,1%
AEX Amsterdam 416,44 +12,98 +3,2% +3,6%
ATHEX-20 Athen 279,84 +3,27 +1,2% -27,3%
BEL-20 Bruessel 3.248,62 +78,79 +2,5% +11,1%
BUX Budapest 16.199,49 -54,35 -0,3% -12,7%
OMXH-25 Helsinki 2.982,00 +76,91 +2,6% +5,2%
ISE NAT. 30 Istanbul 103.207,30 +3102,42 +3,1% +25,2%
OMXC-20 Kopenhagen 744,47 +18,81 +2,6% +21,0%
PSI 20 Lissabon 4.736,60 +177,73 +3,8% -25,1%
IBEX-35 Madrid 10.391,30 +341,80 +3,4% +4,8%
FTSE-MIB Mailand 19.060,99 +491,96 +2,6% +0,5%
RTS Moskau 764,93 +46,67 +6,5% -47,0%
OBX Oslo 523,62 +20,35 +4,0% +4,0%
PX Prag 951,19 +10,57 +1,1% -3,8%
OMXS-30 Stockholm 1.441,85 +36,50 +2,6% +8,2%
WIG-20 Warschau 2.330,83 +42,13 +1,8% -2,9%
ATX Wien 2.113,67 +33,27 +1,6% -17,0%
SMI Zuerich 9.013,11 +237,23 +2,7% +9,9%

DEVISEN zuletzt +/- % Mi. 8.01 Uhr Di, 17.28 Uhr
EUR/USD 1,2286 -1,56% 1,2481 1,2496
EUR/JPY 146,08 -0,16% 146,31 146,96
EUR/CHF 1,2042 0,27% 1,2009 1,2010
USD/JPY 118,89 1,41% 117,24 117,57
GBP/USD 1,5659 -0,39% 1,5721 1,5729
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Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

DJG/mpt/raz

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