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MÄRKTE EUROPA/Kurse nehmen kräftigen Schluck aus der Pulle

08.01.2015, 18:07 Uhr

Von Benjamin Krieger

Der über 50 US-Dollar stabilisierte Ölpreis und robuste Arbeitsmarktdaten aus den USA haben am Donnerstag eine Kurs-Rally an Europas Aktienmärkten entfacht. Der DAX zog am Nachmittag dynamisch an und schloss am Ende 3,4 Prozent höher bei 9.838 Punkten. Damit hat der DAX die Kursverluste seit Jahresbeginn mehr als aufgeholt. Allein in den letzten zwei Handelsstunden trieben die Käufe den DAX um 160 Punkte nach oben. Der Euro-Stoxx-50 zog um 3,6 Prozent auf 3.135 Punkte an.

Offensichtlich reiche aus Sicht der US-Investoren ein nicht mehr weiter fallender Ölpreis bereits aus, um auch im neuen Jahr weiter auf Aktien zu setzen, sagte ein Händler. Positiv sei auch, dass der S&P-500-Index am Vortag die psychologisch wichtige Marke von 2.000 Punkten zum Schlusskurs zurückerobert habe.

Der Preis der Nordseesorte Brent, der am Mittwoch kurzfristig unter 50 Dollar gefallen war, zeigt sich mit 51,25 Dollar gut behauptet. Auch der Preis für Öl der US-Sorte WTI konnte sich oberhalb von 48 Dollar stabilisieren.

Rückenwind erhielten Aktien auch von der US-Konjunktur. Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA und Zahlen zu Entlassungen untermauern einen robusten US-Arbeitsmarkt. Die Zahl der Entlassungen ging im Dezember im Vergleich zum November um 9,2 Prozent zurück. Im November war sie bereits um 30 Prozent eingebrochen. Der offizielle Arbeitsmarktbericht der US-Regierung für Dezember wird am Freitag veröffentlicht.

Am Devisenmarkt setzt sich die Stärke des Dollars zunächst fort. Der Euro fiel am Mittag mit 1,1754 auf ein neues Neunjahrestief. Am Nachmittag holte der Euro im Fahrwasser der stark steigenden europäischen Aktienmärkte wieder etwas auf und wurde am Abend mit 1,1806 Dollar bezahlt.

Am Rentenmarkt nahmen Investoren angesichts der Kursgewinne an den Aktienbörsen Gewinne mit. Zehnjährige Bundesanleihen, die am Mittwoch noch auf ein Rekordhoch gestiegen waren, gaben im Verlauf des Handels immer mehr nach. Sie rentierten am Abend mit 0,51 Prozent.

An der Londoner Börse sprang der Kurs der schwer gebeutelten Supermarkt-Kette Tesco um 15 Prozent nach oben. Die Briten wollen die Preise senken, um verloren gegangene Marktanteile zurückzugewinnen, unprofitable Filialen schließen und Vermögenswerte verkaufen. Nicht zuletzt wegen des Verlustes von Marktanteilen an Aldi und Lidl und mehreren Gewinnwarnungen waren Tesco 2014 um mehr als 40 Prozent eingebrochen.

Metro-Aktien zogen um 5,9 Prozent an. Auch die Metro ist seit Jahren schon ein Restrukturierungsfall und sie veröffentlicht in der kommenden Woche ebenfalls Umsatzzahlen.

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Marks & Spencer hat im Unterschied zu Tesco mit Umsatzzahlen die Erwartungen verfehlt. In den letzten 13 Wochen vor dem Jahresende, die das wichtige Weihnachtsgeschäft beinhalten, ist der Umsatz um 1,6 Prozent zurückgegangen. Die Aktie büßte 3,5 Prozent ein.

Die britische Bank Standard Chartered will ihren weltweiten Aktienhandel einstellen und streicht deswegen 200 Stellen. Weitere 2.000 Arbeitsplätze sollen im Privatkundengeschäft wegfallen. Die Bank will die Kosten um 400 Millionen US-Dollar senken und den Gewinnrückgang stoppen. Der Kurs legte um 1 Prozent zu.

Die Bank UBS hat die SAP-Aktie auf "Neutral" von "Kaufen" gesenkt. SAP blieben daraufhin mit einem Kursplus von 2,2 Prozent etwas hinter dem Gesamtmarkt zurück. Die Societe Generale hat die Aktie des Industriekonzerns Schneider Electric zum Kauf empfohlen. Mit einem Kursanstieg von 4,6 Prozent legte die Aktie kräftig zu.

Der nicht mehr weiter fallende Ölpreis ließ Anleger bei der Lufthansa Kursgewinne mitnehmen, die Aktie gab um 1 Prozent nach und war der einzige Kursverlierer im DAX. Seit Anfang November ist die Aktie um 15 Prozentpunkte besser gelaufen als der DAX, gestützt vor allem vom Einbruch des Ölpreises. Auch Air France-KLM und IAG gaben um 3,2 bzw. 1,6 Prozent nach.

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Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung
stand absolut in % seit
Jahresbeginn
Euro-Stoxx-50 3.135,08 +108,29 +3,6% -0,4%
Stoxx-50 3.008,77 +88,22 +3,0% +0,2%
Stoxx-600 342,35 +9,15 +2,7% -0,1%
XETRA-DAX 9.837,61 +319,43 +3,4% +0,3%
FTSE-100 London 6.569,96 +150,13 +2,3% +0,1%
CAC-40 Paris 4.260,19 +147,46 +3,6% -0,3%
AEX Amsterdam 423,07 +11,86 +2,9% -0,3%
ATHEX-20 Athen 244,36 -4,58 -1,8% -7,7%
BEL-20 Bruessel 3.283,22 +89,39 +2,8% -0,1%
BUX Budapest 16.441,68 +250,31 +1,5% -1,2%
OMXH-25 Helsinki 2.985,03 +55,21 +1,9% -0,1%
ISE NAT. 30 Istanbul 108.598,18 +1149,85 +1,1% +2,3%
OMXC-20 Kopenhagen 752,01 +11,18 +1,5% +1,0%
PSI 20 Lissabon 4.606,25 +137,31 +3,0% -1,2%
IBEX-35 Madrid 10.115,00 +223,60 +2,3% -1,6%
FTSE-MIB Mailand 18.791,83 +668,38 +3,7% -1,2%
RTS Moskau 812,02 +65,54 +8,8% +2,7%
OBX Oslo 527,42 +6,67 +1,3% +0,7%
PX Prag 946,64 +13,32 +1,4% -0,0%
OMXS-30 Stockholm 1.456,72 +35,38 +2,5% -0,5%
ATX Wien 2.169,92 +31,52 +1,5% +0,5%
SMI Zuerich 9.139,69 +238,86 +2,7% +1,7%


DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 9.02 Uhr Di, 17.27 Uhr
EUR/USD 1,1809 -0,69% 1,1891 1,1927
EUR/JPY 141,15 -0,28% 141,55 141,40
EUR/CHF 1,2011 0,01% 1,2010 1,2011
USD/JPY 119,54 0,45% 119,00 118,55
GBP/USD 1,5112 -0,26% 1,5151 1,5175
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Kontakt zum Autor: benjamin.krieger@dowjones.com

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January 08, 2015 12:07 ET (17:07 GMT)

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