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Donnerstag, 30. Oktober 2014

Börse

United Technologies

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MÄRKTE USA/Apple bringt Risikofreude an Wall Street zurück

21.10.2014, 14:26 Uhr

Von Claudia Nehrbaß

Gute Unternehmenszahlen dürften die Anleger an der Wall Street mutiger agieren lassen. Besonders der Quartalsausweis von Apple überzeugte und dürfte die Enttäuschung vergessen lassen, die IBM zum Wochenauftakt bereitete. Die Futures auf die großen US-Aktienindizes tendieren am Dienstag vorbörslich fester.

Wie schon am Montag dürfte das Interesse der Anleger hauptsächlich der Bilanzsaison gelten, auch wenn mit den Daten zum Verkauf bestehender Häuser ein vielbeachtetes Konjunkturdatum ansteht. Der Immobilienmarkt gilt als wichtiger Indikator für die Lage der US-Wirtschaft.

Unter den am Montag nach Börsenschluss veröffentlichten Quartalsausweisen überraschte besonders der von Apple positiv. Weil sich das iPhone sehr gut verkaufte, hat der Konzern Gewinn und Umsatz überraschend kräftig gesteigert. Im nachbörslichen Handel auf nasdaq.com eroberte die Apple-Aktie schon die Marke von 100 Dollar zurück. Beobachter sind zuversichtlich, dass ihr dies auch im regulären Geschäft am Dienstag gelingen wird. Vorbörslich werden die Titel 1,8 Prozent höher bei 101,60 Dollar indiziert.

Gut aufgenommen wurden am Montagabend auch die Zahlen von Texas Instruments, deren Kurs um 2,5 Prozent steigt. Am Dienstag legten vor der Startglocke mit United Technologies, Coca-Cola, Travelers und Verizon weitere Schwergewichte der US-Unternehmenslandschaft ihre Zahlen vor. United Technologies meldete einen kräftigen Gewinnsprung im dritten Quartal, der aber auch Sondereinflüssen zu verdanken war. Die Aktie legt vorbörslich um 1,5 Prozent zu. Die Zahlen von Verizon und des Versicherers Travelers kommen bei den Anlegern ebenfalls gut an und werden mit Kursgewinnen von 0,6 und 1,9 Prozent honoriert.

Coca-Cola hat schwächer abgeschnitten als erwartet. Das wachsende Gesundheitsbewusstsein lässt die Käufer seltener zu den zucker- und kalorienhaltigen Erfrischungsgetränken des Konzerns greifen. Auch der starke Dollar macht dem Unternehmen zu schaffen. Für die Aktie geht es um über 3 Prozent nach unten.

Bei den überwiegend ermutigenden Nachrichten aus der US-Industrie mögen die Anleger keine sicheren Häfen anlaufen. Am Anleihemarkt treiben sinkende Kurse die Rendite zehnjähriger Treasurys um 2 Basispunkte auf 2,20 Prozent nach oben.

Der Goldpreis notiert mit 1.249 Dollar nur 3 Dollar höher als am Montag.

Der Preis für Rohöl der US-Sorte WTI zeigt sich mit 82,96 Dollar je Barrel um 0,3 Prozent höher als am Vorabend. Das Überangebot an Öl verhindert eine nachhaltige Erholung von dem jüngsten Rücksetzer, zumal Saudi-Arabien, der größte Ölförderer innerhalb der OPEC, bislang keine Anstalten macht, die Fördermenge zu verringern.

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Am Devisenmarkt fällt der Euro zum Dollar etwas von seinem Tageshoch bei 1,2840 Dollar zurück. Hintergrund sind Spekulationen über Anleihekäufe durch die Europäische Zentralbank. Die Gemeinschaftswährung kostet aktuell noch rund 1,2770 Dollar.

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DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8.32 Uhr Mo, 17.30 Uhr
EUR/USD 1,2763 -0,55% 1,2833 1,2782
EUR/JPY 136,25 -0,13% 136,43 136,61
EUR/CHF 1,2068 0,00% 1,2069 1,2065
USD/JPY 106,75 0,42% 106,31 106,88
GBP/USD 1,6156 -0,11% 1,6173 1,6137

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October 21, 2014 08:26 ET (12:26 GMT)

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