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MÄRKTE USA/Fed-Sitzung verdrängt positiven Twitter-Effekt

30.07.2014, 17:32 Uhr

Von Thomas Rossmann

Der Twitter-Effekt an der Wall Street war am Mittwoch nur von kurzer Dauer. Die starken Zahlen der Nachrichten-Plattform begeistern zwar die Investoren, doch es rücken nun noch wichtigere und mit Spannung erwartete Termine in den Fokus des Marktes. Dies trifft vor allem auf die Sitzung der US-Notenbank zu, deren Ergebnisse im Handelsverlauf bekannt gegeben werden. Und bei den Anlegern ist wieder die Angst vor einer früher als gedachten Zinserhöhung präsent. Dies sorgt für eine verstärkte Zurückhaltung, heißt es aus dem Handel.

Nahrung haben diese Sorgen durch die guten Wachstumsdaten der USA für das zweite Quartal erhalten. Hier ist das US-BIP um 4,0 Prozent gestiegen, während Ökonomen lediglich eine Zunahme um 3,0 Prozent erwartet hatten. "Der deutliche Anstieg des BIP-Wachstums sowie der robuste Konsum sind Zeichen dafür, dass der Aufschwung intakt ist", lautet die Einschätzung von Analyst Johannes Jander von der Helaba. Der leichte Dämpfer vom US-Arbeitsmarkt fällt da kaum ins Gewicht. Denn aktuelle Daten des privaten Arbeitsmarktdienstleisters ADP zeigen, dass die Privatwirtschaft im Juni etwas weniger neue Stellen geschaffen hat als erhofft.

Der Dow-Jones-Index verliert 0,4 Prozent auf 16.854 Punkte, nachdem er im frühen Handel schon bis auf 16.984 Punkte geklettert war. Der S&P-500 fällt um 0,1 Prozent. Für den Nasdaq-Composite geht es mit dem deutlichen Aufschlag der Twitter-Aktie dagegen um 0,3 Prozent nach oben.

Twitter steigen um 20,6 Prozent. Das Unternehmen überzeugte mit den Zahlen Anleger wie Analysten. Vor allem der unerwartet starke Nutzeranstieg begeistert die Wall Street. Auf bereinigter Basis verbuchte Twitter im abgelaufenen Quartal ein kleines Plus, während der Markt mit einem Minus gerechnet hatte. Auch der Ausblick fällt ganz nach dem Geschmack der Börsianer aus. Dazu gesellen sich nun positive Analystenkommentare und Hochstufungen, die den Kurs weiter nach oben katapultieren.

Die Aktien von Sprint gewinnen 0,5 Prozent. Der US-Mobilfunkkonzern hat in seinem ersten Quartal nach den Verlusten im Vorjahreszeitraum wieder einen Gewinn erzielt, Analysten hatten dagegen mit einem Verbleib in der Verlustzone gerechnet. Für Amgen geht es um 4,9 Prozent aufwärts. Das Pharmaunternehmen hat einen Gewinnanstieg im zweiten Quartal von 23 Prozent gemeldet und angekündigt, im Zuge seines Restrukturierungsprogramms 15 Prozent der Stellen abzubauen.

Die Titel von American Express geben dagegen um 1,7 Prozent nach. So hat der Kreditkartenanbieter die Erwartungen "nur" erfüllt. Im Gegensatz zu anderen US-Krankenversicherern hat Humana mit seinem Zweitquartalsergebnis die Erwartungen nicht deutlich übertroffen. Der Kurs fällt um 6,5 Prozent.

Am Rentenmarkt stürzen die Notierungen mit den BIP-Daten ab, die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen gewinnt sieben Basispunkte auf 2,52 Prozent. Auch der Dollar steigt mit dem starken Wachstum der US-Wirtschaft, der Euro fällt deutlicher unter die Marke von 1,34 US-Dollar und damit auf ein weiteres Jahrestief.

Der Goldpreis zeigt sich nach den Daten äußerst volatil und sinkt aktuell auf 1.294 Dollar. Vor der Datenveröffentlichung und wie bereits am Vorabend hatte die Feinunze 1.299 Dollar gekostet. Am Ölmarkt kommen die Preise mit den wöchentlichen US-Lagerbestandsdaten von ihren Tageshochs zurück. Diese waren mit 3,6 Millionen Barrel deutlicher gefallen als erwartet. Zuvor hatte die Hoffnung auf eine steigende Nachfrage mit den guten US-Daten den Preis für das "schwarze Gold" beflügelt. Für ein Barrel der Sorte WTI müssen 100,92 Dollar gezahlt werden und damit nur unwesentlich weniger als am Vortag.

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INDEX zuletzt +/- % absolut
DJIA 16.853,51 -0,35 -58,60
S&P-500 1.968,04 -0,10 -1,91
Nasdaq-Comp. 4.456,74 0,32 14,04
Nasdaq-100 3.972,27 0,33 13,24

DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 8.00 Uhr Di, 17.49 Uhr
EUR/USD 1,3377 -0,23% 1,3408 1,3413
EUR/JPY 137,57 0,49% 136,90 136,97
EUR/CHF 1,2169 0,07% 1,2160 1,2159
USD/JPY 102,86 0,72% 102,12 102,12
GBP/USD 1,6908 -0,21% 1,6944 1,6941
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Kontakt zum Autor: thomas.rossmann@wsj.com

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July 30, 2014 11:32 ET (15:32 GMT)

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