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MÄRKTE USA/Leichte Stabilisierung nach den jüngsten Abgaben

08.04.2014, 14:31 Uhr

Von Thomas Rossmann

Vor dem Beginn der US-Berichtssaison dürfte Zurückhaltung an der Wall Street dominieren. Allerdings könnte sich der Markt damit am Dienstag - nach drei Handelstagen mit deutlichen Abgaben - auch etwas stabilisieren. Allein für den Nasdaq-Composite ging es in diesem Zeitraum um 4,6 Prozent nach unten.

Die US-Futures zeigen sich wenig verändert. Die Futures auf den S&P-500 und den Nasdaq-100 haben sich kaum bewegt. Allerdings hatte es auch am Vortag nach einer leichten Stabilisierung ausgesehen, die kurz nach Handelsbeginn aber wieder Makulatur war. Für Druck auf den Markt könnte ein Fall des S&P-500 unter die wichtige Marke von 1.840 Punkten sorgen. Vor der Startglocke liegt der Future unter diesem Niveau.

Die Berichtssaison wird nach Handelsende traditionell vom Aluminiumkonzern Alcoa eröffnet, der als Konjunkturindikator gilt. Der Aktienkurs von Alcoa sei seit Anfang Oktober um 60 Prozent gestiegen, die Erwartungen also hoch, merkt Chris Beauchamp von IG an. Dies spiegelt sich auch in den Flüsterschätzungen wider: Einem Konsens von 5 Cent Gewinn je Aktie steht eine Flüsterschätzung von 8 Cent gegenüber.

Übergeordnet sind die Erwartungen an die Berichtssaison aber eher niedrig. "Seit Jahresbeginn rauschten die Erwartungen an das erste Quartal kräftig in den Keller", sagt Uwe Streich von der LBBW zu den Gewinnprognosen der Analysten. Mittlerweile lägen die Gewinnprognosen für das erste Quartal in den USA um 7,5 Prozent unter dem Niveau des Schlussquartals 2013. Hierfür gebe es gute Gründe: Neben dem spürbar verlangsamten Wirtschaftswachstum, der Währungsschwäche vieler Schwellenländer und dem Ost-West-Konflikt rund um die Ukraine dürfte vor allem der strenge Winter auf die Profite der Unternehmen durchgeschlagen haben.

Laut FactSet haben bislang schon über 90 der im S&P-500 gelisteten Unternehmen Gewinnwarnungen ausgegeben. Daher haben Investoren im Vorfeld der Berichtssaison zuletzt verstärkt Gewinne mitgenommen. Nachdem zunächst vor allem Werte aus dem Technologie-Sektor betroffen waren, sprang die Entwicklung zu Wochenbeginn auch auf den Finanzsektor über. Die Agenda der Konjunkturdaten ist dagegen erneut leer.

Am Devisenmarkt neigt der Dollar weiter zur Schwäche. Diese lasse sich nicht auf Neuigkeiten zurückführen, es seien wohl einfach weitere Dollar-Verkäufer hinzugekommen, heißt es im Handel. Zum Yen ist der Greenback auf ein Elftagestief gerutscht, nachdem die japanische Notenbank keine geldpolitischen Änderungen beschlossen hat. Der Yen profitiert mit den neuen Entwicklungen in der Ukraine-Krise aber auch von seinem Status als sicherer Hafen. Die Ausrufung einer autonomen Republik der Ostukraine sorgt für steigende Sorgen bei den Investoren über eine weitere Eskalation in der Region, heißt es. Der Euro zeigt sich mit 1,3776 Dollar leicht über dem Niveau des Vorabends bei 1,3743 Dollar.

Mit Gold ist ein weiterer vermeintlich sicherer Hafen gesucht, der Preis je Feinunze steigt auf 1.312 Dollar nach 1.297 am Vorabend.

Ein Barrel der Öl der Sorte WTI kostet 101,42 Dollar - ein Plus zum Vortagesschluss von 0,9 Prozent. "Der Westen warnt Russland vor einer Einmischung in die Konflikte innerhalb der Ukraine und droht mit härteren Sanktionen. Damit könnten die geopolitischen Risiken zunehmen - ein Umstand, der den Ölpreis stützt", sagt Ölanalyst Tan Chee Tat von Philips Futures. Zusätzlich wird das Sentiment durch den schwächeren Dollar gestützt.

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Nur wenig Bewegung zeigt sich dagegen bei den US-Staatsanleihen. Hier komme es nach den Aufschlägen der vergangenen Tage zu einer Konsolidierung, heißt es aus dem Handel. Am Montag hatten die Notierungen bereits den dritten Handelstag in Folge zugelegt. Die Rendite zehnjähriger Papiere steht bei 2,70 Prozent und damit einen Basispunkt über dem Vortagesniveau.

Gerüchte, dass die Citigroup eines ihrer wichtigsten Profitabilitätsziele verfehlen wird, könnten die Aktien der Großbank belasten. Zudem muss die Bank im Streit um faule Immobilienkredite eine Milliarden-Vergleichszahlung stemmen. Nach eigenen Angaben zahlt sie insgesamt 1,12 Milliarden Dollar an institutionelle Investoren und kalkuliert deshalb für das laufende Quartal einen Verlust von 100 Millionen Dollar ein. Vor der Startglocke behauptet die Aktie allerdings das Niveau des Vortages.

Die Titel von Gigamon brechen um knapp 23 Prozent ein. Hier drückt das Ausbleiben eines erwarteten Großauftrags auf die Stimmung der Anleger. Daher erwartet das Datentechnologieunternehmen im ersten Quartal nur noch einen Umsatz von 31 bis 31,5 Millionen Dollar nach zuvor 34 bis 35 Millionen.

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DEVISEN zuletzt '+/- % Di, 8.19 Uhr Mo, 17.26 Uhr
EUR/USD 1,3776 0,24% 1,3744 1,3741
EUR/JPY 140,9032 -0,38% 141,4378 141,6568
EUR/CHF 1,2199 0,02% 1,2197 1,2205
USD/JPY 102,2790 -0,60% 102,8950 103,0900
GBP/USD 1,6720 0,62% 1,6617 1,6608
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Kontakt zum Autor: thomas.rossmann@wsj.com

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April 08, 2014 08:31 ET (12:31 GMT)

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