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Donnerstag, 28. August 2014

Börse

Dow Jones

17.122,01 Pkt. Aktueller Kurs
+0,09% / 15,31 Pkt. Differenz zum Vortag
17.111,03 Pkt. Eröffnung
17.134,60 Pkt. Tageshoch
17.090,61 Pkt. Tagestief

UPDATE: MÄRKTE USA/Keine Gewinnmitnahmen trotz Rally am Vortag

27.08.2014, 22:40 Uhr

(NEU: US-Rententabelle)

Die Wall Street hat am Mittwoch eine Verschnaufpause eingelegt. Am Vortag hatten die Indizes neue Rekordhöhen erklommen, so dass eine gemächlichere Gangart nicht verwunderlich war. Zudem war es seit dem Tief am 7. August steil aufwärts gegangen, der S&P-500 hat allein in dieser Zeit 4,7 Prozent gutgemacht. Dennoch wurde am Mittwoch kaum Kasse gemacht, was die aktuelle Robustheit des Markts belegt. Viele Teilnehmer sehen Aktien gegenwärtig als alternativlos an.

Der Dow-Jones-Index gewann 0,1 Prozent auf 17.122 Punkte. Der S&P-500 schloss unverändert auf 2.000 Punkten. Der Nasdaq-Composite verlor 1 Punkt auf 4.570 Punkte. Umgesetzt wurden 0,50 (Dienstag: 0,51) Milliarden Aktien. Auf 1.770 (2.060) Kursgewinner kamen an der NYSE 1.349 (1.054) -verlierer, während 124 (132) Titel unverändert schlossen.

Am Aktienmarkt mussten Investoren einige Geschäftszahlen verdauen. Dank einer brummenden Nachfrage in Asien sowie auf dem amerikanischen Kontinent hat Tiffany im zweiten Quartal 16 Prozent mehr verdient als im Vorjahr. Der Juwelier schraubte daraufhin die eigenen Jahresziele nach oben. Die Aktie zog 0.9 Prozent an. Auch der Schusswaffenhersteller Smith & Wesson hat Geschäftszahlen vorgelegt, die jedoch die Investoren ziemlich vergrätzen. Das Unternehmen bekam die Folgen einer geringeren Nachfrage zu spüren und muss sich deshalb für das zweite Geschäftsquartal bescheidenere Ziele setzen. Die ganze Branche sitze auf hohen Lagerbeständen an leichten Sportwaffen, teilte das Unternehmen mit. Die Aktie brach 13,6 Prozent ein.

Beim Textileinzelhändler Express feierten Anleger einen Gewinneinbruch um 59 Prozent in der zweiten Periode. Die Ergebnisse übertrafen nämlich die noch niedrigeren Erwartungen, zudem erhöhte der Modekonzern den Ausblick. Insbesondere Letzteres kam gut an, der Kurs sprang 12,7 Prozent nach oben. Analog Devices hat in seinem dritten Geschäftsquartal zwar wieder mehr verdient, allerdings höhere Kosten infolge der Übernahme von Hittite Microwave verzeichnet. Die Aktien des Halbleiterherstellers gaben 2,3 Prozent nach.

Die Aktie von Burger King gab den zweiten Tag in Folge nach, und zwar um 2,1 Prozent. Am Montag war die Aktie explodiert, als die Schnellrestaurantkette die Verlegung des Firmensitzes ins steuergünstige Kanada in Aussicht gestellt hatte. Das Unternehmen sieht sich aber nun erheblicher Kritik von US-Politikern ausgesetzt. Außerdem bemängeln Ratingagenturen, mit der Übernahme von Tim Hortons käme ein erheblicher Schuldenberg auf das Unternehmen zu. Moody's und Fitch haben deswegen den Ausblick für Burger King schon einmal auf negativ gesenkt.

Der im kommenden Monat anstehende US-Börsengang des chinesischen Internetgiganten Alibaba wirft seine Schatten voraus. "Der Börsengang ist eine Riesensache für die Wall Street", sagt Michael Purves, Stratege bei Weeden & Co. Denn viele Fondsmanager müssten Technologiewerte verkaufen, um Mittel für den Neuankömmling zu haben. Im Fokus steht auch Yahoo, die ein Paket von 20 Prozent an Alibaba hält. Für die Yahoo-Aktie ging es 1 Prozent nach oben. Das lag auch an den starken Quartalszahlen, die Alibaba am Mittwoch vorlegte.

Facebook gaben 1,8 Prozent nach. Die Analysten von Janney Capital haben die Aktie auf Neutral abgestuft. Die Erwartungen an das Unternehmen könnten überzogen sein, vermuten die Experten.

Anleihen waren trotz ihrer Mini-Renditen gefragt. Die weltpolitischen Krisen machten die Papiere interessant, bei einer Auktion fünfjähriger Papiere griffen die Investoren eifrig zu. Die Rendite der zehnjährigen Treasurys fiel um drei Basispunkte auf 2,36 Prozent. Der Goldpreis indes konnte zwischenzeitliche Gewinne nicht halten. Das Edelmetall spielt seit geraumer Zeit kaum mehr eine Rolle als sicherer Hafen. Zudem lastet die Aussicht auf steigende Zinsen in den USA. Die Feinunze kostete mit 1.282 Dollar etwa so viel wie im späten US-Vorabendgeschäft.

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Das Euro-Dollar-Paar zeigte sich volatil. Am Ende stand der Euro bei 1,3194 Dollar und damit deutlich über dem Tagestief. Händler zeigten sich aber überzeugt, dass der Dollar zum Euro mit Blick auf die Geldpolitik der Notenbanken weiter zulegen dürfte. Am Ölmarkt hielten sich treibende und drückende Faktoren die Waage. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI schloss mit plus zwei Cent auf auf 93,88 Dollar und damit kaum verändert.

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INDEX zuletzt +/- % absolut
DJIA 17.122,01 0,09 15,31
S&P-500 2.000,12 0,01 0,10
Nasdaq-Comp. 4.569,62 -0,02 -1,02
Nasdaq-100 4.073,18 0,04 1,51

Kupon Laufzeit Notierung Änderung Rendite Änderung
1/2% 2-jähr. 99 31/32 +1/32 0,516% -1,2Bp
7/8% 3-jähr. 99 24/32 +1/32 0,955% -1,4Bp
1 5/8% 5-jähr. 99 30/32 +3/32 1,638% -1,8Bp
2 1/4% 7-jähr. 101 10/32 +5/32 2,046% -2,4Bp
2 3/8% 10-jähr. 100 4/32 +9/32 2,361% -3,4Bp
3 1/8% 30-jähr. 100 15/32 +31/32 3,101% -5,0Bp

DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 8.22 Uhr Di, 17.32 Uhr
EUR/USD 1,3194 0,16% 1,3173 1,3197
EUR/JPY 137,10 0,11% 136,95 137,32
EUR/CHF 1,2071 -0,08% 1,2081 1,2090
USD/JPY 103,90 -0,06% 103,96 104,05
GBP/USD 1,6573 0,06% 1,6563 1,6572
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Kontakt zum Autor: ralf.zerback@wsj.com

DJG/DJN/raz

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August 27, 2014 16:40 ET (20:40 GMT)

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