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Dienstag, 25. November 2014

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MÄRKTE EUROPA/Jahresendrally geht weiter

25.11.2014, 18:10 Uhr

Von Manuel Priego-Thimmel

Weiter aufwärts ging es mit den Kursen an Europas Börsen am Dienstag. Doch das Tempo ließ etwas nach - Händler sprachen von leichten Ermüdungserscheinungen. Das tat der guten Stimmung aber keinen Abbruch. Im Gegenteil: Die Anleger setzen weiter auf eine Jahresendrally. Optimistisch stimmt sie die Erwartung weiterer geldpolitischer Lockerungsmaßnahmen durch die EZB. Stützend war auch eine viel besser als erwartet ausgefallene Zweitlesung des US-BIP für das dritte Quartal. Dieses stieg annualisiert um 3,9 statt vorläufig 3,5 Prozent. Erwartet wurde aber ein Rückgang.

Der DAX stieg um 0,8 Prozent auf 9.861 Punkte. Der Euro-Stoxx-50 zog 0,4 Prozent auf 3.226 Punkte an. Verantwortlich für die schwächere Entwicklung des gesamteuropäischen Index waren Verluste im Rohstoffsektor. Der Öl- und Gassektor verlor 1 Prozent. Die Blicke richteten sich bereits auf das OPEC-Treffen am Donnerstag. Sollte sich die Opec nicht auf eine Drosselung der Produktion einigen, könnte der Ölpreis auf 70 Dollar zurückfallen, so ein Händler. Am Dienstag gab der Ölpreis weiter nach - die Sorte WTI fiel Richtung 74 Dollar, Nordseeöl der Sorte Brent rutschte unter 79 Dollar.

Am Devisenmarkt legte der Euro leicht zu auf 1,2470 Dollar. Die Devise profitierte von einem überraschend schwachen US-Verbrauchervertrauen. Dieses fiel im November auf 88,7 von 94,1 im Vormonat. Erwartet wurde ein Anstieg auf 96,5. Auch wenn das Vertrauen leicht zurückgekommen ist, so liegt es dennoch weiter auf hohem Niveau. Nach Einschätzung der Helaba ist trotz der schwächeren Daten eine wirtschaftliche Expansion deutlich über dem Potenzialwachstum unverändert wahrscheinlich.

Bankenwerte lagen in Europa mit einem Plus von 1,2 Prozent mit an der Spitze. "Hier ist das Nachholpotenzial unter den liquiden Branchen am höchsten und fundamental treiben weiter die Draghi-Aussagen vom Freitag", sagte ein Händler: "Nichts ist besser für die Bankenfantasie als die Aussicht auf noch weitere Lockerungen in der Geldpolitik".

Dazu gesellten sich Sonderfaktoren bei einzelnen Instituten wie der Deutschen Bank. "Angesichts der laufenden Jahresendrally werden alle Titel gekauft, die bisher noch nicht gelaufen sind - und hier ist die Deutsche Bank ganz vorn", sagte ein anderer Händler. Rund 22 Prozent hinke ihre Kursentwicklung dem Bankensektor hinterher. Das Papier der Deutschen Bank stieg 1,9 Prozent, lag damit aber noch hinter der Commerzbank-Aktie, die um 2 Prozent anzog.

Gefragt waren auch die Versorger. Für den Sektor ging es 1,3 Prozent nach oben. Auch hier war von Nachholbedarf die Rede. Eine Zeitenwende stelle die Bewegung aber nicht da. E.ON wurden zudem gestützt von möglichen Beteiligungsverkäufen in Italien. Das Papier gewann 3,1 Prozent. Für die RWE-Aktie ging es ebenfalls um 3,1 Prozent nach oben.

Dagegen kam es bei anderen Titeln, die sich zuletzt gut entwickelt hatten, zu Gewinnmitnahmen. Im DAX verloren Merck KGaA 1,1 Prozent. In der zweiten Reihe fielen Kuka gleich um 4,9 Prozent und Südzucker 3,8 Prozent. Infineon gaben um 0,4 Prozent nach. Hier zeigten sich die Anleger möglicherweise auch etwas zurückhaltend vor den Geschäftszahlen am Donnerstag. Der Chip-Konzern dürfte von einer soliden Halbleiter-Nachfrage profitiert haben. Im Fokus steht aber der Ausblick auf das laufende Quartal und das Geschäftsjahr 2014/15.

Im TecDAX gaben Drillisch um 2,1 Prozent nach. Der Telekommunikations-Dienstleister hat 5,2 Millionen eigene Aktien am Markt platziert. Der Verkauf eigener Aktien ist nach Meinung der LBBW wenig überraschend, betrachte man die wohl zu leistenden Zahlungen und den anstehenden Beginn der Vertriebsaktivitäten im Rahmen des MBA MVNO Vertrags. Die Analysten sprachen aber von einem nur leicht negativen Effekt.

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Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung
stand absolut in % seit
Jahresbeginn
Euro-Stoxx-50 3.226,15 +14,45 +0,4% +3,8%
Stoxx-50 3.067,28 -2,01 -0,1% +5,1%
Stoxx-600 346,28 +0,56 +0,2% +5,5%
XETRA-DAX 9.861,21 +75,67 +0,8% +3,2%
FTSE-100 London 6.731,14 +1,35 +0,0% -0,3%
CAC-40 Paris 4.382,31 +13,87 +0,3% +2,0%
AEX Amsterdam 423,18 +0,27 +0,1% +5,3%
ATHEX-20 Athen 312,27 -9,04 -2,8% -18,9%
BEL-20 Bruessel 3.263,98 +20,13 +0,6% +11,6%
BUX Budapest 17.606,86 +244,19 +1,4% -5,2%
OMXH-25 Helsinki 3.070,33 +6,11 +0,2% +8,3%
ISE NAT. 30 Istanbul 103.081,42 +363,88 +0,4% +25,0%
OMXC-20 Kopenhagen 759,41 +2,36 +0,3% +23,4%
PSI 20 Lissabon 5.333,70 +3,32 +0,1% -18,6%
IBEX-35 Madrid 10.699,60 +57,10 +0,5% +7,9%
FTSE-MIB Mailand 20.009,83 +84,01 +0,4% +5,5%
RTS Moskau 1.054,38 -21,78 -2,0% -26,9%
OBX Oslo 554,25 -1,44 -0,3% +10,1%
PX Prag 988,09 +6,78 +0,7% -0,1%
OMXS-30 Stockholm 1.467,36 +10,76 +0,7% +10,1%
WIG-20 Warschau 2.410,27 -0,38 -0,0% +0,4%
ATX Wien 2.292,78 +2,25 +0,1% -10,0%
SMI Zuerich 9.042,74 -15,77 -0,2% +10,2%


DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8.28 Uhr Mo, 17.14 Uhr
EUR/USD 1,2466 0,37% 1,2420 1,2443
EUR/JPY 147,10 0,45% 146,43 147,32
EUR/CHF 1,2029 0,01% 1,2028 1,2025
USD/JPY 117,99 0,07% 117,90 118,40
GBP/USD 1,5711 0,27% 1,5669 1,5705
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Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

DJG/mpt/ros

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November 25, 2014 12:10 ET (17:10 GMT)

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