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Sonntag, 01. Februar 2015

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MÄRKTE EUROPA/Börsen nehmen nach starkem Januar Verschnaufpause

30.01.2015, 18:19 Uhr

Von Thomas Leppert

Einen guten Start in das Jahr haben die Börsen in Europa hingelegt. Wer sein Geld Anfang des Jahres im DAX angelegt hat, liegt bereits 9 Prozent vorne. Das ist nach einem Monat bereits dreimal so viel wie im gesamten Jahr 2014. Aber auch der Euro-Stoxx-50 notiert bereits 6 Prozent im Plus. Einige Investoren nahmen nun erst einmal Gewinne mit. Denn eines ist klar. So wird es in den kommenden Monaten nicht weitergehen. Mit der jüngsten politischen Entwicklung in Griechenland zeichnet sich eine neuerliche Belastungsprobe für die Eurozone ab.

In den vergangenen Tagen war bereits zu erkennen, dass die Luft für den DAX oberhalb der Marke von 10.800 Punkten extrem dünn wird. Dies deutet auf eine hohe Abgabebereitschaft in diesem Bereich hin. Auch am Morgen scheiterte der DAX in diesem Bereich, das Tageshoch lag bei 10.804 Punkten. Der DAX schloss 0,4 Prozent leichter bei 10.694,32 Punkten. Der Euro-Stoxx-50 verlor 0,6 Prozent auf 3.351 Punkte.

Weiter fallende Preise in der Eurozone bestätigten die Politik von EZB-Präsident Mario Draghi, ab März im großen Umfang Staatsanleihen zu kaufen, um der Deflation entgegenzuwirken. Der rasche Rückgang des Ölpreises hat die Inflation in der Eurozone noch tiefer in den negativen Bereich gezogen. Im Januar verbilligten sich Waren und Dienstleistungen um 0,6 gegenüber dem Vorjahr, Volkswirte hatten mit einer Minusinflation von 0,5 Prozent gerechnet.

Während die Politik immer wieder versucht, Griechenland und seine Gläubiger an einen Tisch zu bekommen, gibt es für die Staatsanleihen aus Griechenland nur eine Richtung. Ihre Kurse fallen, die Renditen steigen im Gegenzug in immer neue Höhen. Besonders kräftige Bewegungen gab es im Bereich von drei Jahren. Am Freitag sind die Renditen erneut um knapp 200 Basispunkte nach oben geschnellt und liegen nun bei 19,2 Prozent. Am Nachmittag befeuerte die Aussage des griechischen Finanzministers Yannis Varoufakis, dass Griechenland nicht mehr mit der Troika arbeite, den jüngsten Abverkauf.

Mit einer galoppierenden Inflation und einem schwachen Rubel hat dagegen die russische Zentralbank zu kämpfen. Nachdem sie 2014 sechsmal den Leitzins angehoben hatte, senkte sie ihn am Vormittag um 200 Basispunkte auf nun 15 Prozent. Die Zinssenkung überraschte viele Marktteilnehmer, die davon ausgegangen waren, dass die Notenbank noch einige Monate ihr Zinsniveau beibehalten würde. Der Rubel geriet gegenüber dem Dollar und dem Euro kräftig unter Druck. Der Aktienmarkt in Moskau gab um 1,3 Prozent nach. Der Euro notiert mit rund 1,13 etwas leichter zum Dollar.

Am deutschen Aktienmarkt legte die Aktie von Lanxess gegen den Trend um 2,1 Prozent zu. Nach den überraschend guten Quartalszahlen diese Woche hagelte es eine Serie positiver Analysten-Kommentare. Am Tag der Hauptversammlung gewann die Aktie von ThyssenKrupp 2,1 Prozent. Am Montag wird das Unternehmen das erste Mal seit drei Jahren Dividende zahlen, wenn auch nur 11 Cents je Aktie.

Unter Abgabedruck geriet nach Vorlage der Zahlen die Aktie von BT. Die Analysten der Societe Generale verwiesen darauf, dass das Defizit bei den Pensionsrückstellungen deutlich oberhalb der Markterwartung ausgefallen sei. Nun müsse das Unternehmen in den kommenden drei Jahren 2 Milliarden Pfund einzahlen. Die Aktie verlor in London 2,6 Prozent auf 417,90 Pence. Zalando profitierten von den besser als erwartet ausgefallenen Amazon-Geschäftszahlen und legen um 3,3 Prozent zu.

Analysten sehen die Aareal-Aktie nach der Platzierung des kompletten 28,9-prozentigen Aktienpakets der Aareal Holding positiv. Durch das Ausscheiden der Holdinggesellschaft aus dem Aktionärskreis befänden sich nunmehr alle Aktien im Streubesitz, was die Liquidität und die Gewichtung im MDAX erhöhe, betonte die NordLB. Die Aktie legte um 1,8 Prozent auf 33,63 zu, nach einem Platzierungspreis von 31,50 ein starkes Signal

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Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung
stand absolut in % seit
Jahresbeginn
Euro-Stoxx-50 3.351,44 -20,39 -0,6% +6,5%
Stoxx-50 3.197,57 -19,69 -0,6% +6,4%
Stoxx-600 367,05 -1,71 -0,5% +7,2%
XETRA-DAX 10.694,32 -43,55 -0,4% +9,1%
FTSE-100 London 6.749,40 -61,20 -0,9% +2,8%
CAC-40 Paris 4.604,25 -27,18 -0,6% +7,8%
AEX Amsterdam 450,39 -2,08 -0,5% +6,1%
ATHEX-20 Athen 215,63 -3,25 -1,5% -18,6%
BEL-20 Bruessel 3.530,31 -18,08 -0,5% +7,5%
BUX Budapest 16.530,93 -137,06 -0,8% -0,6%
OMXH-25 Helsinki 3.260,69 +3,59 +0,1% +9,1%
ISE NAT. 30 Istanbul 110.173,78 +555,81 +0,5% +3,8%
OMXC-20 Kopenhagen 810,94 -4,38 -0,5% +8,9%
PSI 20 Lissabon 5.225,65 -81,10 -1,6% +7,2%
IBEX-35 Madrid 10.403,30 -104,30 -1,0% +1,2%
FTSE-MIB Mailand 20.503,38 -90,34 -0,4% +7,8%
RTS Moskau 737,35 -10,10 -1,4% -6,7%
OBX Oslo 542,37 -0,63 -0,1% +3,6%
PX Prag 955,78 +1,35 +0,1% +1,0%
OMXS-30 Stockholm 1.573,62 +3,23 +0,2% +7,4%
WIG-20 Warschau 2.341,00 +0,23 +0,0% +1,1%
ATX Wien 2.191,11 +3,98 +0,2% +1,4%
SMI Zuerich 8.385,13 -50,21 -0,6% -6,7%

DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 8.36 Uhr Do, 17.35 Uhr
EUR/USD 1,1293 -0,31% 1,1327 1,1305
EUR/JPY 132,71 -0,60% 133,51 133,68
EUR/CHF 1,0415 -0,56% 1,0473 1,0445
USD/JPY 117,54 -0,29% 117,88 118,25
GBP/USD 1,5031 -0,16% 1,5055 1,5036
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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January 30, 2015 12:19 ET (17:19 GMT)

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