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MÄRKTE EUROPA/Gute US-Daten ziehen Aktien nach oben

17.04.2014, 18:01 Uhr

Weiter auf Erholungskurs sind Europas Aktienmärkte am Gründonnerstag in das lange Osterwochenende gegangen. Neuer Konjunkturoptimismus dank guter US-Daten und die Hoffnung auf eine gütliche Einigung der Ukraine-Krise beim Treffen der Außenminister in Genf schob fast alle Aktien nach oben. "Von General Electric bis Coca-Cola deuten die Daten auf eine breitere Konjunkurerholung, wie sie gestern schon das Beige Book gezeigt hat", so ein Händler mit Verweis auf die Zahlen und den Konjunkturbericht der US-Notenbank.

Zudem zog der Philadelphia-Fed-Index in den USA deutlich an. Er gilt als Frühindikator für die US-Industrie. Der DAX stieg um 1 Prozent auf 9.410 Punkte, der Euro-Stoxx-50 legte 0,5 Prozent zu auf 3.156 Punkte.

Stärkster Gewinner in Europa waren die Automobilwerte. Der Branchen-Index legte um 2,1 Prozent zu. Auslöser waren überraschend gute Daten vom Absatzmarkt Europa, der wieder deutlich an Fahrt aufgenommen hat. So stiegen die Verkäufe im März um mehr als 10 Prozent, teilte der Branchenverband ACEA mit. Daimler stellten mit 3 Prozent Plus den stärksten Gewinner, BMW, Renault und Continental stiegen knapp 2 Prozent.

SAP verloren dagegen 1,2 Prozent, nachdem das Software-Haus die Berichtssaison der DAX-Unternehmen eröffnet hat. SAP kommt beim Wandel in Richtung Cloud-Geschäft weiter voran, wird aber durch Währungseffekte und eine Stagnation beim klassischen Softwaregeschäft belastet. Für Harald Schnitzer, Analyst bei der DZ Bank, bleiben SAP dennoch ein "Kauf". Das Unternehmen habe solide Ergebnisse vorgelegt. "Für 2014 wird ein Wachstum im Cloud-Geschäft von 30 Prozent erwartet, das ist positiv", sagte der Analyst.

Infineon stiegen 3,7 Prozent dank einer weiteren Erholung der US-Tech-Werte. Deutsche Bank und Commerzbank profitierten von guten Zahlen der US-Banken Morgan Stanley und Goldman Sachs und legten je 1,6 Prozent zu. Für Barclays ging es sogar 4 Prozent nach oben. Hier hofft der Markt auf eine Neustrukturierung des Investment-Bankings.

RWE fielen hingegen um 5,5 Prozent. Die Aktie wurde zwar ex Dividende von 1 Euro gehandelt, was aber nur 3,5 Prozent des Kursverlusts verantwortete. "Die Hauptversammlung ist für die Aktionäre enttäuschend verlaufen. Die Aussichten für Gewinn und Dividende sind schlecht", erklärte ein Händler den Verlust. Auch Axel Springer und GEA wurden ex Dividende gehandelt und gaben optisch nach.

Adidas litten unter einem gesenkten Kursziel durch Deutsche Bank und fielen 1,6 Prozent. Die Analysten erwarten ein schweres Quartal für den Sportartikel-Hersteller. Zudem belastete der fortlaufende Streik beim chinesischen Zulieferer Yue Yuen.

Im MDAX standen TUI mit 6,2 Prozent Plus an der Spitze. Hier trieb die Fusionsnachricht der TUI-Beteiligung Hapag-Lloyd mit der chilenische CSAV.

Schlusslicht bei den Sektoren war der Index der Nahrungsmittel-Hersteller mit minus 0,4 Prozent. Der weltgrößte Spirituosenhersteller Diageo hatte negative Wechselkurseffekte und das schwindende Vertrauen in die Wirtschaft der Schwellenländer zu spüren bekommen. Der Umsatz ging zurück, in der Region Asien-Pazifik brachen die Einnahmen sogar um 19 Prozent ein. Die Aktien fielen um 4 Prozent.

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Ähnlich negativ wurden die Quartalszahlen von Remy Cointreau aufgenommen. Der operative Gewinn soll im laufenden Jahr um 35 bis 40 Prozent fallen. Die Aktien gaben daraufhin um 3,3 Prozent nach.

Am Devisenmarkt erholte sich der Dollar zum Euro dank besserer US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und dem Philly-Fed-Index. Die Daten wurden als Indikator für eine stärker als erwartete US-Konjunktur gewertet. Der Euro notiert um 1,3833 Dollar. Der Preis für die Feinunze Gold kämpft weiter mit der Marke von 1.300 Dollar. "Dort verläuft die 200-Tage-Linie", erklärte ein Händler. Sollte die Marke unterschritten werden, könnte der Goldpreis unter Druck geraten.

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Europäische Schlussbörsen vom Donnerstag, 17. April

. Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung
. stand absolut in % seit
. Jahresbeginn
Europa Euro-Stoxx-50 3.155,81 16,55 +0,5% 1,5
. Stoxx-50 2.919,82 11,18 +0,4% 0,0
. Stoxx-600 332,43 1,61 +0,5% 1,3
Frankfurt XETRA-DAX 9.409,71 91,89 +1,0% -1,5
London FTSE-100 6.625,25 41,08 +0,6% -1,8
Paris CAC-40 4.431,81 26,15 +0,6% 3,2
Amsterdam AEX 396,76 0,77 +0,2% -1,3
Athen ATHEX-20 401,83 10,36 +2,6% 4,4
Br ssel BEL-20 3.112,43 13,72 +0,4% 6,5
Budapest BUX 17.702,77 294,80 +1,7% -4,6
Helsinki OMXH-25 2.788,98 12,27 +0,4% -1,6
Istanbul ISE NAT. 30 90.202,82 1492,88 +1,7% 9,4
Lissabon PSI 20 7.342,57 67,48 +0,9% 13,0
Madrid IBEX-35 10.292,40 24,50 +0,2% 3,8
Mailand FTSE-MIB 21.613,30 78,78 +0,4% 13,9
Moskau RTS 1.172,62 18,31 +1,6% -18,7
Prag PX 1.006,38 4,60 +0,5% 1,8
Stockholm OMXS-30 1.341,56 -0,98 -0,1% 0,6
Warschau WIG-20 2.433,91 38,36 +1,6% 1,4
Wien ATX 2.475,70 10,02 +0,4% -2,8
Z rich SMI 8.375,08 52,38 +0,6% 2,1


DEVISEN zuletzt '+/- % Do, 8.32 Uhr Mi, 17.34 Uhr
EUR/USD 1,3830 -0,07% 1,3839 1,3808
EUR/JPY 141,3557 0,11% 141,2011 141,2627
EUR/CHF 1,2188 0,11% 1,2174 1,2179
USD/JPY 102,2350 0,20% 102,0315 102,3165
GBP/USD 1,6808 -0,14% 1,6831 1,6797
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April 17, 2014 12:01 ET (16:01 GMT)

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