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Donnerstag, 24. Juli 2014

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MÄRKTE EUROPA/Banken führen Kursaufschwung an

24.07.2014, 18:15 Uhr

Von HERBERT RUDE

Gute Konjunkturdaten machten den Aktienkursen in Europa am Donnerstag Beine. Der Euro-Stoxx-50 gewann 0,8 Prozent auf 3.220 Punkte; das ist der höchste Schlussstand seit über zwei Wochen. Der Dax stieg um 0,4 Prozent auf 9.794 Punkte. Gestützt wurde die Stimmung von guten Einkaufsmanangerindizes aus Deutschland und der Eurozone.

Mut machten auch die jüngsten Konjunkturdaten aus China und aus den USA. Die Stimmung der chinesischen Einkaufsmanager ist mit einem Wert von 52 im Juli auf den höchsten Stand seit 18 Monaten geklettert. Und am US-Arbeitsmarkt haben so wenige Menschen einen Antrag auf Arbeitslosenhilfe gestellt wie seit etwa acht Jahren nicht mehr.

Unterstützung erhielten die Börsen weiter von der gut laufenden Berichtssaison, vor allem in den USA. An der Wall Street stieg die Facebook-Aktie nach einem sehr guten Quartalsergebnis auf ein neues Rekordhoch. Und gute Zahlen von Potash trieben K+S in die Höhe, mit einem Plus von 3,6 Prozent führten sie die Gewinner im DAX an.

In Europa kann die Berichtssaison bisher allerdings nicht im gleichen Maße überzeugen - hier machen sich unter anderem negative Währungseffekte bemerkbar. Für die BASF-Aktie ging es um 1,5 Prozent nach unten. Besonders im Agrargeschäft lief es für den Chemiekonzern nicht rund. Auch der Gewinn erfüllte die Erwartungen nicht, auch wenn sich hier negative Einmaleffekte bemerkbar machten. Händler monierten auch den zurückhaltenden Gewinnausblick.

Der Pharmariese Roche hat dagegen gute Halbjahreszahlen vorgelegt. Laut Jefferies bewegen sich die Umsätze im Rahmen der Erwartungen, während der Gewinn je Aktie etwas besser als erwartet ausgefallen ist. Am Vortag hatte der britische Konkurrent GlaxoSmithKline mit seinen Zahlen noch für starke Enttäuschung gesorgt. Für das Roche-Papier ging es um 0,6 Prozent nach oben. Kräftig aufwärts ging es auch für Nokia, nach ebenfalls positiv aufgenommenen Geschäftszahlen schoss der Kurs um gut 7 Prozent in die Höhe.

Gut kam auch der bereinigte Gewinn in Höhe von 390 Millionen Euro von Repsol an, 100 Millionen mehr als erwartet. Eine schwache Förderung durch den Produktionsstopp in Libyen konnte zum Teil durch das Raffineriegeschäft und durch das Geschäft mit Petrochemikalien aufgefangen werden. Der Kurs des spanischen Ölkonzerns gewann 2,1 Prozent.

Tagesfavoriten waren allerdings die Banken. Ihr Subindex stieg um 1,9 Prozent. Credit Agricole gewannen 4,1 Prozent, Commerzbank und Deutsche Bank verzeichneten Aufschläge von etwa 2 Prozent. Noch stärker ging es mit den Kursen einiger südeuropäischer Banken nach oben: In Mailand stiegen Banco Popolare um knapp 5 Prozent und Monte dei Paschi di Siena um 6,5 Prozent, in Madrid zogen Bancia um knapp 6 Prozent an. Banco Espirito Santo legten auf die jüngsten Erholungsgewinne noch einmal 2 Prozent drauf: Hier kursierten Spekulationen, internationale Banken seien an der größten Privatbank Portugals interessiert. Das Papier hat in den vergangenen drei Tagen bereits um über 20 Prozent zugelegt, nachdem es zuvor aus Sorge um Finanzprobleme der Dachholding Espirito Santo International massiv unter Druck gestanden hatte. Die Bank hatte am Dienstag den Großteil ihrer Privatbank (BPES) an die Schweizer Bank CBH verkauft.

Auch der Devisenmarkt war von kräftigen Kursschwankungen geprägt. Nachdem der Euro am Morgen ein neues Jahrestief bei 1,3438 Dollar markierte, erholte er sich später mit dem deutschen Einkaufsmanager-Index bis auf 1,3485 Dollar. Nach den starken US-Arbeitsmarktdaten bröckelte er wieder etwas ab. Der Goldpreis gibt weiter nach und fällt zum Handelsschluss der europäischen Börsen auf 1.290 Dollar je Feinunze. Angesichts der Flut an Unternehmensergebnissen fokussieren sich die Anleger auf die Aktienmärkte. Das Gold führe daher derzeit eher ein Schattendasein, so Beobachter.

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Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung
stand absolut in % seit
Jahresbeginn
Euro-Stoxx-50 3.220,07 +26,94 +0,8% +3,6%
Stoxx-50 3.050,27 +12,48 +0,4% +4,5%
Stoxx-600 344,33 +1,47 +0,4% +4,9%
XETRA-DAX 9.794,06 +40,50 +0,4% +2,5%
FTSE-100 London 6.821,46 +23,31 +0,3% +1,1%
CAC-40 Paris 4.410,65 +34,33 +0,8% +2,7%
AEX Amsterdam 409,98 +1,45 +0,4% +2,0%
ATHEX-20 Athen 377,52 +7,12 +1,9% -1,9%
BEL-20 Bruessel 3.195,53 +18,53 +0,6% +9,3%
BUX Budapest 17.952,63 -51,88 -0,3% -3,3%
OMXH-25 Helsinki 2.995,98 +14,44 +0,5% +5,7%
ISE NAT. 30 Istanbul 103.429,80 +1379,13 +1,4% +25,5%
OMXC-20 Kopenhagen 739,89 -1,60 -0,2% +20,2%
PSI 20 Lissabon 6.377,43 +90,40 +1,4% -1,4%
IBEX-35 Madrid 10.860,70 +201,60 +1,9% +9,5%
FTSE-MIB Mailand 21.255,60 +424,34 +2,0% +12,1%
RTS Moskau 1.266,72 -5,30 -0,4% -12,2%
OBX Oslo 572,53 -0,63 -0,1% +13,7%
PX Prag 952,73 +1,45 +0,2% -3,7%
OMXS-30 Stockholm 1.405,70 +7,57 +0,5% +5,5%
WIG-20 Warschau 2.409,20 +6,27 +0,3% +0,3%
ATX Wien 2.372,87 -3,73 -0,2% -6,8%
SMI Zuerich 8.637,01 +31,91 +0,4% +5,3%

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8.36 Uhr Mi, 17.25 Uhr
EUR/USD 1,3467 0,16% 1,3446 1,3467
EUR/JPY 137,10 0,48% 136,45 136,71
EUR/CHF 1,2156 0,08% 1,2146 1,2148
USD/JPY 101,81 0,32% 101,49 101,52
GBP/USD 1,6982 -0,27% 1,7028 1,7044
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Kontakt zum Autor: herbert.rude@wsj.com

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DJG/hru/raz

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July 24, 2014 12:15 ET (16:15 GMT)

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