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Freitag, 27. März 2015

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MÄRKTE USA/Jemen-Krise drückt Aktien und treibt Öl

26.03.2015, 21:12 Uhr

NEW YORK (Dow Jones)--Die Wall Street hat am Donnerstag leicht im Minus geschlossen. Belastend wirkte die Zuspitzung in der Jemen-Krise, wo saudisches Militär eingegriffen hat und ein direkter Konflikt des Landes mit dem Iran droht. Zudem schürte der Präsident der Fed von Atlanta, Dennis Lockhart, wieder Zinssorgen. Laut Lockhart ist es sehr wahrscheinlich, dass die US-Notenbank trotz eines schwachen Starts der US-Wirtschaft im laufenden Jahr die Leitzinsen erhöhen wird.

Im frühen Geschäft fielen die Verluste noch höher aus. Einige Anleger nutzten die gesunkenen Kurse zum Einstieg. Arbeitsmarktdaten überraschten positiv. In der Vorwoche hatten weniger US-Amerikaner erstmals Arbeitslosenhilfe beantragt. Die Prognosen waren deutlich pessimistischer. Vor allem die am Vortag unter Druck stehenden Technologiewerte legten zu. So stiegen im Dow Intel um 0,7 Prozent und IBM um 0,9 Prozent.

Der Dow-Jones-Index fiel um 0,2 Prozent auf 17.678 Punkte. Auch für den S&P-500 ging es um 0,2 Prozent nach unten. Nach dem Dow-Jones-Index am Vortag ist nun auch der S&P-500 auf Jahresbasis ins Minus gerutscht. Der Nasdaq-Composite verlor 0,3 Prozent. Den 1.224 Tagesgewinnern standen 1.900 Verlierer gegenüber, 117 Titel schlossen unverändert. Der Umsatz legte zu auf 829 (Mittwoch: 791) Millionen Aktien zu.

Am Nachmittag deutscher Zeit kam Musik in den Devisenmarkt. Von seinem Tageshoch über 1,10 Dollar fiel der Euro um über einen Cent auf 1,089 Dollar. Während die Lockhart-Aussagen den Dollar trieben, brachten Hinweise von EZB-Präsident Mario Draghi den Euro unter Druck. Er sagte, es gebe keine Probleme, in diesem Monat Anleihen im geplanten Volumen von 60 Milliarden Euro zu kaufen.

Die Ölpreise zogen mit der Krise im Jemen auf breiter Front an und stiegen auf die höchsten Stände seit über zwei Wochen - trotz stärker als erwartet ausgefallener US-Lagerbestandsdaten am Vortag. US-Leichtöl der Sorte WTI legte um 4,5 Prozent auf 51,43 US-Dollar zu. "Der Preisanstieg dürfte aller Voraussicht nach nur von kurzer Dauer sein. Aber ich bin sicher, dass Händler die Schlagzeilen aus dem Jemen nutzen, um Vorteile daraus zu schlagen. Der Welt wird vor Augen geführt, wie unberechenbar der Nahe Osten ist", sagte Rohstoffstratege Richard Gorry von JBC Energy Asia.

In Zeiten der Unsicherheit war auch Gold gefragt. Der Preis stand zum Settlement bei 1.205 Dollar und damit 0,7 Prozent höher. Es war das höchste Niveau seit Anfang März. Nicht profitieren von der Verunsicherung konnten US-Renten, die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg um neun Basispunkte auf 2,01 Prozent. Wie am Vortag lastete eine schwach verlaufende Auktion, diesmal waren es siebenjährige Papiere. Die Gebote sanken auf den niedrigsten Stand seit Juni 2009. Auch die guten Arbeitsmarktdaten drückten auf die Notierungen.

Auf der Unternehmensseite legten die Aktien von Red Hat nach den besser als erwartet ausgefallenen Ergebnissen für das vierte Quartal deutlich zu. Die Aktie des Software-Unternehmens stieg um gut 10 Prozent. SanDisk brachen um 18 Prozent ein, nachdem das Unternehmen für Speichermedien seinen Ausblick gesenkt hat. Lululemon Athletica gewannen 4,9 Prozent, nachdem der Bekleidungshersteller unerwartet starke Quartalszahlen mitgeteilt hatte.

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INDEX zuletzt +/- % absolut
DJIA 17.678,23 -0,23 -39,91
S&P-500 2.056,16 -0,24 -4,87
Nasdaq-Comp. 4.863,36 -0,27 -13,16
Nasdaq-100 4.315,26 -0,32 -14,03

Kupon Laufzeit Notierung Änderung Rendite Änderung
1/2% 2-jähr. 99 24/32 -1/32 0,622% +2,0Bp
1% 3-jähr. 100 3/32 -3/32 0,971% +3,5Bp
1 3/8% 5-jähr. 99 17/32 -9/32 1,474% +5,8Bp
1 3/4% 7-jähr. 99 21/32 -16/32 1,801% +8,0Bp
2% 10-jähr. 99 30/32 -25/32 2,007% +8,7Bp
2 1/2% 30-jähr. 97 27/32 -2-3/32 2,596% +9,9Bp

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DEVISEN zuletzt +/- % Do, 7.55 Uhr Mi, 17.45 Uhr
EUR/USD 1,0885 -1,01% 1,0996 1,0963
EUR/JPY 129,78 -0,58% 130,53 130,99
EUR/CHF 1,0483 -0,43% 1,0529 1,0517
USD/JPY 119,23 0,48% 118,66 119,48
GBP/USD 1,4847 -0,37% 1,4902 1,4889
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