Spiegel Online manager magazin online

15, 17. 08 2014

Börse

Mitsubishi Heavy

3,99 Aktueller Kurs
+0,91% / 0,04 Differenz zum Vortag
0,00 Eröffnung
4,00 Tageshoch
3,95 Tagestief
Anzeige

Boeing muss Dreamliner wegen Haarrissen überprüfen

08.03.2014, 11:47 Uhr

Von Jon Ostrower

Der US-Flugzeughersteller Boeing kämpft erneut mit Problemen bei seinem Prestigeflieger Dreamliner. Bei 43 zur Auslieferung stehenden Maschinen des Typs 787 muss der Airbus-Rivale die Tragflächen überprüfen, nach dem bei der Produktion Haarrisse in den Flügeln entdeckt worden sind. Angesichts der Probleme wird sich die Auslieferung an einige Fluggesellschaften verzögern.

Die Haarrisse in den Flügeln dürften Boeing erhebliche Kopfschmerzen bereiten. Das US-Unternehmen hatte die Produktion des Fliegers ausgeweitet, nachdem es jahrelang Verzögerungen gegeben hatte. Trotz der jüngsten Schwierigkeiten hält Boeing aber an dem Ziel fest, etwa 110 Dreamliner im laufenden Jahr auszuliefern, auch die Umsatzprognose habe weiter Bestand.

Die Flügel für die 787 werden von der Mitsubishi Heavy Industries Ltd produziert. Das japanische Unternehmen habe mitgeteilt, dass eine Änderung im Produktionsprozess möglicherweise der Grund für die Haarrisse sein könnte, erklärte ein Boeing-Sprecher. Details sind bisher noch nicht bekannt. Die bereits ausgelieferten 123 Dreamliner seien von den Haarrissen nicht betroffen.

Boeing hatte im vergangenen Jahr erhebliche Schwierigkeiten mit den Lithium-Ionen-Batterien des Dreamliners. Seinerzeit mussten die Auslieferungen komplett unterbrochen werden, zudem hatten die Regulierer ein Flugverbot über drei Monate erteilt.

Anzeige
Die neuen Probleme verdeutlichen einmal mehr, wie schnell sich Probleme bei einem Bauteil durch die komplette Lieferkette durchziehen, während Boeing jeden Dreamliner in einem Rekordtempo produziert. Angesichts der hohen Nachfrage nach dem Flieger, der im Vergleich zu anderen Flugzeugen weniger Treibstoff verbraucht, hatte das US-Unternehmen die Produktion aufgestockt. Alleine in diesem Jahr will Boeing 17 neue Kunden für den Dreamliner gewinnen.

Wir werden mit den Airlines darüber beraten, die Auslieferpläne anzupassen", sagte ein Boeing-Sprecher. An den Zielen für das laufende Jahr ändern die neuen Probleme aber nichts: Boeing rechnet weiter mit 110 Auslieferungen der 787. Auch beim Umsatz geht der US-Konzern weiterhin von 87,5 Milliarden bis 90,5 Milliarden US-Dollar aus.

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

DJG/DJN/kla

END) Dow Jones Newswires

March 08, 2014 05:47 ET (10:47 GMT)

Copyright (c) 2014 Dow Jones & Company, Inc.

Dow Jones Newswires

08.03. Boeing muss Dreamliner wegen Haarrissen überprüfen