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Freitag, 25. Juli 2014

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MÄRKTE USA/Leichte Verluste vor Fed-Entscheidung

18.06.2014, 17:14 Uhr

Zwei Themen dominieren am Mittwoch das Geschehen an den Finanzmärkten: Zum einen ist dies der Konflikt im Irak, wo nach einem Angriff der sunnitischen Dschihadisten die größte Ölraffinerie des Landes brennt. Zum anderen warten die Anleger auf die Beschlüsse der US-Notenbank, die im Anschluss an deren zweitägige Sitzung um 20 Uhr deutscher Zeit bekanntgegeben werden.

Die meisten Beobachter sind sich einig, dass die Federal Reserve ihre monatlichen Wertpapierkäufe nochmals um 10 Milliarden auf 35 Milliarden Dollar zurückfahren wird. Interessanter werden die aktualisierten Prognosen der Fed für Wirtschaftswachstum und Inflation in den USA sein, die Einfluss auf die Markterwartungen an den Zeitpunkt der ersten Zinserhöhungen haben dürften. Die meisten Fed-Vertreter erwarteten diese offenbar erst im kommenden Jahr, merkt Gary Yau von der Crédit Agricole an. Er glaubt nicht, dass die Notenbank sich diesbezüglich aggressiver geben wird.

Vor diesem Hintergrund herrscht an der Wall Street eine abwartende Haltung vor. Der Dow-Jones-Index verliert 0,3 Prozent auf 16.761 Punkte. S&P-500 und Nasdaq-Composite verlieren je 0,1 Prozent. Am Anleihemarkt legen die Kurse leicht zu. Die Rendite zehnjähriger Treasurys sinkt um 2 Basispunkte auf 2,63 Prozent. Hier nutzten vor allem asiatische Anleger die Verluste vom Dienstag zum Kauf, sagen Händler. Der Goldpreis zeigt sich wenig verändert bei 1.270 Dollar je Feinunze.

Der Ölpreis an der Nymex dreht mit neuen US-Lagerbestandsdaten leicht ins Minus. Vor allem die Benzin- und Destillatbestände legten deutlich zu. Die Verschärfung im Irakkonflikt tritt noch in den Hintergrund. Die US-Sorte WTI fällt auf 106,32 Dollar von 106,36 am Dienstagabend. Brent-Öl, das bei Lieferengpässen aus dem Nahen Osten als erste Ausweichsorte gilt, kostet pro Barrel 113,66 nach 113,45 Dollar. Händler erklären die Entwicklung an den Ölmärkten damit, dass die wichtigsten irakischen Ölfelder im Süden des Landes liegen und von den bewaffneten Auseinandersetzungen, die sich bislang auf den Norden konzentrieren, daher noch nicht betroffen waren.

Der Dollar gibt vor der Bekanntgabe der Fed-Beschlüsse zum Euro nach. Die Gemeinschaftswährung steigt auf rund 1,3568 Dollar. Die Fed-Aussagen bergen nach Meinung der Commerzbank Enttäuschungspotenzial, das den Dollar belasten könnte. "Falkenhaftere" Töne, wie vergangene Woche von der Bank of England, seien von der Fed kaum zu erwarten.

An der Börse profitieren Aktien von Adobe von den überzeugenden Geschäftszahlen. Die Aktie liegt 8,5 Prozent im Plus. FedEx hat ebenfalls die Erwartungen des Marktes übertroffen und einen ermutigenden Ausblick gegeben; der Kurs steigt 4,3 Prozent.

Die Aktien von General Motors liegen 0,6 Prozent im Minus. GM-Chefin Mary Barra muss dem zuständigen Ausschuss des US-Repräsentantenhauses erneut Rede und Antwort zum verspäteten Rückruf von Autos geben, deren defekte Zündschlösser für mehrere tödliche Unfälle verantwortlich gemacht werden.

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INDEX zuletzt +/- % absolut
DJIA 16.761,10 -0,28 -47,39
S&P-500 1.940,39 -0,08 -1,60
Nasdaq-Comp. 4.331,07 -0,14 -6,16
Nasdaq-100 3.776,63 -0,12 -4,69

DEVISEN zuletzt '+/- % Mi, 8.06 Uhr Di, 18.00 Uhr
EUR/USD 1,3568 0,19% 1,3543 1,3543
EUR/JPY 138,59 0,09% 138,46 138,38
EUR/CHF 1,2181 -0,03% 1,2185 1,2187
USD/JPY 102,13 -0,11% 102,25 102,18
GBP/USD 1,6942 -0,15% 1,6968 1,6963
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Kontakt zum Autor: ralf.zerback@wsj.com

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June 18, 2014 11:14 ET (15:14 GMT)

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