Spiegel Online manager magazin online

Mittwoch, 30. Juli 2014

Börse

Tokyo Electron Ltd.

48,70 Aktueller Kurs
+3,42% / 1,61 Differenz zum Vortag
48,70 Eröffnung
48,70 Tageshoch
48,70 Tagestief

Stand: 08:03 Uhr | Börsenschluss: in 6:53 Std.

MÄRKTE USA/Gedämpfte Verbraucherstimmung bremst Wall Street

24.09.2013, 17:40 Uhr

===
Von Florian Faust

===
Eine eingetrübte Stimmung unter US-Verbrauchern dämpft am Dienstag auch das Sentiment an der Wall Street. Laut Forschungsinstitut Conference Board sank das Verbrauchervertrauen im September unter den Augustwert und verfehlte zudem knapp die Markterwartung. Die US-Konsumenten spielen eine Schlüsselrolle für die US-Wirtschaft, weil rund 70 Prozent des Bruttoinlandsprodukts vom Privatkonsum abhängen. "Die Verbraucherstimmung hat sich im September eingetrübt, weil Sorgen über die Jobperspektiven und die Einkommensaussichten wieder aufgetaucht sind", erklärte die Herausgeberin der Umfrage, Lynn Franco.

Nach einem kurzen Schrecken erholen sich die US-Aktienindizes jedoch schnell wieder. Der Dow-Jones-Index dreht ins Plus und gewinnt bis zum Mittag (Ortszeit) 0,2 Prozent auf 15.427 Punkte. Der marktbreite S&P-500 steigt um 0,2 Prozent, während der Nasdaq-Composite 0,4 Prozent zulegt. Die Daten vom US-Immobilienmarkt lagen in etwa im Rahmen der Erwartungen. Die Häuserpreise in den USA sind im Juli weiter gestiegen, dies zeigen sowohl der FHFA-Index als auch der Case-Shiller-Hauspreisindex.

Inwieweit die Konjunkturdaten Hinweise über die künftige Geldpolitik der US-Notenbank liefern, bleibt offen. Nach wie vor fragen sich Anleger, wann die Federal Reserve mit dem Ausstieg aus ihrer ultralockeren Geldpolitik beginnen wird. Die jüngsten Aussagen von Vertretern der Federal Reserve haben kein Licht ins Dunkel gebracht. Zudem stoßen die USA im Oktober an ihre Schuldenobergrenze. Wenn sich Regierung und Opposition nicht auf eine Anhebung einigen, treten automatische Ausgabenkürzungen in Kraft. "Solange die Fed ihre Politik an Konjunkturdaten koppelt, steigt die Volatilität an den Märkten. Die Fed sendet kein Bekenntnis zur Konjunktur aus", sagt Analyst Clark Yingst von Joseph Gunnar & Co.

Am Rentenmarkt legen die Kurse leicht zu - den dritten Tag in Folge. Die Festverzinslichen profitieren davon, dass sich einige Vertreter der US-Notenbank skeptisch zur Erholung der Wirtschaft geäußert haben. Auch das gesunkene Verbrauchervertrauen stützt. Zum Monatsende dürften überdies viele Pensionsfonds ihre Anleiheportfolios optimieren. Die Rendite zehnjähriger Treasurys sinkt auf 2,67 Prozent nach 2,71 Prozent am Vorabend - das niedrigste Niveau seit dem 13. August.

Der Dollar legt moderat zu, der Euro fällt auf 1,3490 nach einem Tageshoch von 1,3520 Dollar. Der ifo-Index in Deutschland ist etwas hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Der festere Greenback belastet die Preise von Rohstoffen, die in Dollar gehandelt werden. Die Feinunze Gold verbilligt sich auf 1.317 nach 1,329 Dollar im Tageshoch.

Das Barrel Leichtöl der US-Sorte WTI gibt auf 102,48 nach einem Vortagesschluss von 103,59 Dollar nach und fällt damit auf den tiefsten Stand seit rund sieben Wochen. Wartungsarbeiten an US-Raffinerien dürften kurzfristig die Ölnachfrage bremsen, so Stimmen aus dem Handel. Zudem machten die diplomatischen Bemühungen zwischen der UN und Iran Fortschritte. Sollten die Sanktionen gegen den Ölstaat gelockert werden, käme möglicherweise iranisches Öl an die Märkte.

Am Aktienmarkt bricht der Kurs von Red Hat um 11,1 Prozent ein. Das Softwareunternehmen hat zwar im zweiten Quartal die Erwartungen übertroffen, Experten zufolge blieb aber der Ausblick knapp unter der Prognose des Marktes. Für Enttäuschung habe aber vor allem das Wachstum der in Rechnung gestellten Einnahmen gesorgt, das mit 8 Prozent die Schätzung von 14 Prozent verfehlte. Dagegen greifen die Anleger beherzt zu den Aktien von Applied Materials, die Titel ziehen um 6,6 Prozent an. Der Halbleiter-Ausrüster schließt sich mit der japanischen Tokyo Electron zusammen.

Gefragt sind auch die Aktien von Lennar, die sich um 3,6 Prozent verteuern. Das auf Eigenheime spezialisierte Bauunternehmen hat in seinem dritten Geschäftsquartal besser als erwartet abgeschnitten. Erneut unter Druck steht der Kurs von Blackberry, um weitere 2,0 Prozent geht es talwärts. Der angeschlagene Smartphonehersteller darf sich Hoffnungen auf eine Übernahme machen. Ein Konsortium unter Führung des kanadischen Finanzdienstleisters Fairfax will das Unternehmen kaufen und von der Börse nehmen, allerdings ist die Transaktion noch nicht in trockenen Tüchern.

Anzeige
===
===
INDEX zuletzt +/- % absolut
DJIA 15.430,76 0,19 29,38
S&P-500 1.705,20 0,20 3,36
Nasdaq-Comp. 3.782,54 0,46 17,25
Nasdaq-100 3.233,47 0,44 14,13

DEVISEN zuletzt '+/- % Di, 8.35 Uhr Mo, 17.55 Uhr
EUR/USD 1,3491 -0,09% 1,3503 1,3496
EUR/JPY 133,2031 -0,28% 133,5819 133,2432
EUR/CHF 1,2296 -0,03% 1,2299 1,2295
USD/JPY 98,7455 -0,17% 98,9115 98,7270
GBP/USD 1,5988 -0,30% 1,6035 1,6037
===
Kontakt zum Autor: florian.faust@dowjones.com
DJG/DJN/flf/cln
===
(END) Dow Jones Newswires

September 24, 2013 11:40 ET (15:40 GMT)

Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.