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MÄRKTE EUROPA/Anleihen zum QE-Start die Gewinner - Athen schwach

09.03.2015, 15:48 Uhr

Von Thomas Leppert

FRANKFURT (Dow Jones)--Staatsanleihen profitieren vom Anleihekaufprogramm der Europäischen Zentralbank (EZB). Am ersten Tag der EZB-Käufe fallen die Renditen der Staatsanleihen in Europa - teils deutlich. So rentieren die Bundesanleihen mit einer Laufzeit von bis zu sieben Jahren im negativen Bereich, Anleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren zeigen sich 8 Basispunkte leichter bei 0,32 Prozent. Während am Anleihemarkt die Musik spielt, treten die Aktienindizes mehrheitlich auf der Stelle. Der DAX steigt um 0,1 Prozent auf 11.564 Punkte, der Euro-Stoxx-50 verliert dagegen um 0,2 Prozent auf 3.609 Zähler.

Schlechte Stimmung herrscht wieder einmal in Griechenland. Der Aktienmarkt bricht um fast 4 Prozent ein, auch die Anleihen müssen herbe Kursverluste einstecken. Fünfjährige Staatsanleihen rentieren mit 13,60 Prozent und damit 122 Basispunkte höher als am Freitag. "Niemand weiß, wie es mit Griechenland weitergeht", sagt ein Händler.

Für zusätzliche Verunsicherung sorgen Drohgebärden. Finanzminister Yanis Varoufakis brachte Neuwahlen oder ein Referendum über den Verbleib Griechenlands in der Eurozone ins Spiel, sollten seine Euro-Kollegen seinen Reformplan am Montag nicht akzeptieren. Und sein Kollege aus dem Verteidigungsministerium droht, Athen werde islamistischen Flüchtlingen Papiere aushändigen und sie so "nach Berlin" ausreisen lassen.

Unterdessen steigen am Tag eins der Anleihekäufe der EZB an den Anleihemärkten die Kurse, die Renditen sinken also - abgesehen von Griechenland. Die EZB hat sich auf die Fahnen geschrieben, monatlich 60 Milliarden Euro dafür auszugeben. Das dürfte Staatsanleihen der Eurozone weiter stützen und die Zinsen niedrig halten dürfte. "Die Angebotssituation dürfte mit der Umsetzung des Kaufprogramms schwieriger werden und einen größeren Renditeanstieg verhindern", prognostiziert Viola Julien von der Helaba.

Das Umfeld niedriger Zinsen und einer schwachen Währung, der Euro notiert mit 1,085 Dollar nahe am Elfjahrestief, spricht für Aktien. Der DAX ist einer der großen Profiteure und schaut auf eine historische Gewinnserie zurück. Erst sechsmal in seiner nun bald 27-jährigen Geschichte gelang es dem DAX, acht Wochen in Folge im Plus zu schließen. "Der Aktienmarkt befindet sich in einer Neubewertungshausse", lautet das Fazit von Berndt Fernow, Investmentanalyst bei der LBBW.

Solange die monetäre Expansion anhalte, das Grundvertrauen intakt sei und sich die meisten Werte in Aufwärtstrends bewegten, sollten Aktien übergewichtet bleiben. Auch die Analysten der Credit Suisse sind optimistisch für Aktien aus Europa. Sie haben das Kursziel für den Euro-Stoxx-50 von 3.600 auf 3.900 Punkte erhöht. Die Bank rät, vor allem auf deutsche Aktien zu setzen.

Während der DAX seit Jahresbeginn bereits knapp 18 Prozent im Plus liegt, hat die Lufthansa-Aktie den Jahresstart verpatzt - der Titel notiert seit Jahresbeginn 4 Prozent im Minus. Nun kaufen die sogenannten Schnäppchenkäufer, Lufthansa gewinnen 1,5 Prozent. Im MDAX verliert die Aktie des Automobilzulieferers Dürr 3,0 Prozent. Nach den Quartalszahlen vom Morgen und einer Kursrally von 32 Prozent seit Jahresbeginn nähmen Anleger Gewinne mit, heißt es.

Unter Gewinnmitnahmen leiden europaweit auch die Immobilienaktien. Die fundamentale Begründung für die Gewinnmitnahmen sehen Händler in einer wenig ermutigenden Studie von J.P. Morgan (JPM), in der Immobilienaktien von der britischen Insel noch am meisten zugetraut wird. Unibail-Rodamco kommen um 1,8 Prozent zurück, TAG Immobilien um 1,2 Prozent und Dt. Annington um 0,6 Prozent. LEG und Deutsche Wohnen verlieren 1 bzw 1,5 Prozent.

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Nach einer Hochstufung auf "Kaufen" durch Jefferies steigt der Kurs von Xing um weitere 3,2 Prozent. In der dritten Reihe schießt der Kurs der ehemaligen TecDAX-Aktie Singulus um rund ein Drittel nach oben, beflügelt von einem Auftrag für Produktionsmaschinen zur Fertigung von Solarzellen.

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INDEX Stand +-%
Euro-Stoxx-50 3.605,34 -0,34%
Stoxx-50 3.397,72 -0,31%
DAX 11.563,31 +0,11%
FTSE 6.874,24 -0,54%
CAC 4.937,49 -0,54%
EUREX Stand +-Ticks
Bund-Future 157,28% +105

DEVISEN zuletzt +/- % Mo, 9.48 Uhr Fr, 17.45 Uhr
EUR/USD 1,0855 -0,24% 1,0881 1,0863
EUR/JPY 131,33 -0,08% 131,44 131,25
EUR/CHF 1,0695 -0,20% 1,0716 1,0688
USD/JPY 120,99 0,15% 120,81 120,88
GBP/USD 1,5103 0,03% 1,5098 1,5067
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Kontakt zum Autor: thomas.leppert@wsj.com

DJG/thl/flf

END) Dow Jones Newswires

March 09, 2015 10:48 ET (14:48 GMT)

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