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Sonntag, 01. März 2015

Börse

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MÄRKTE EUROPA/Griechische Schulden halten Börsen im Zaum

04.02.2015, 18:10 Uhr

Von Benjamin Krieger

Die Ungewissheit um Griechenlands Schulden hat die Börsen am Mittwoch in Schach gehalten. Immerhin verringerten die Aktienkurse im späten Handel die Verluste, gestützt von einem stark fallenden Ölpreis. Kursgewinne in der letzten Handelsstunde verhalfen dem DAX sogar noch zu einem kleinen Anstieg um 0,2 Prozent auf 10.911 Punkte. Der Euro-Stoxx-50 schloss nahezu unverändert mit 3.416 Punkten. Die Börsen in London, Mailand, Madrid und Amsterdam meldeten leichte Abgaben.

Am Vormittag hatte sich der griechische Finanzminister Giannis Varoufakis mit EZB-Präsident Mario Draghi getroffen. Die Diskussion sei "fruchtbar" gewesen, ließ Varoufakis die Pressevertreter nach dem Treffen wissen. Am Donnerstag trifft sich Varoufakis in Berlin mit Finanzminister Wolfgang Schäuble.

Varoufakis hatte jüngst in einem Zeitungsinterview gesagt, Athen werde keinen Schuldenerlass mehr fordern. Stattdessen brachte er eine Reihe von Umschuldungen ins Gespräch, für die er und Ministerpräsident Alexis Tsipras bei ihrer Tour durch Europa Unterstützer suchen. Dennoch braucht das Land sofort frisches Geld.

Der Euro gab im Verlauf des Handels zum US-Dollar leicht nach. Von Kursen um 1,1480 Dollar am Morgen wertete die Gemeinschaftswährung bis auf 1,1420 ab. Weder Einkaufsmanager-Umfragen aus der Eurozone noch eine solche aus den USA bewegten die Wechselkurse stärker. Das könnte sich am Freitag ändern, wenn das US-Arbeitsministerium den Bericht zur Beschäftigungslage im Januar veröffentlicht.

Gute Nachrichten gab es von großen europäischen Unternehmen. So haben die spanische Bank BBVA, der französische Luxuskonzern LVMH, der schweizerische Agrochemie-Produzent Syngenta und der niederländische Telekomanbieter KPN in den abgelaufenen Quartalen besser abgeschnitten als erwartet.

Die Kursgewinne reichten daher von 1,9 Prozent für KPN über 2,8 Prozent für BBVA und 3,9 Prozent bei Syngenta bis zu 8,1 Prozent bei LVMH. Damit beläuft sich der Börsenwert des Herstellers teurer Uhren, Parfums und Champagners auf knapp 73 Milliarden Euro.

Am deutschen Aktienmarkt führten Henkel die Gewinner im DAX an mit einem Anstieg von 2,2 Prozent auf ein neues Rekordhoch. Höhere Ziele des US-Wettbewerbers Clorox für Umsatz und Gewinn in diesem Jahr trotz des starken Dollars stützten laut Händlern auch Henkel.

In der zweiten Reihe hatten Osram und der Anlagenbauer GEA gute Geschäftszahlen veröffentlicht. Osram stiegen um 3,1 Prozent und GEA um 1,9 Prozent. Beim Modekonzern Hugo Boss hatte sich das Wachstum im vierten Quartal dagegen weiter abgeschwächt. Der Kurs fiel um 1,9 Prozent.

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Eine Abstufung der Lufthansa-Aktie durch die Bank RBC Capital ließ den Lufthansa-Kurs erst stark nachgeben. Anschließend erholte sich dieser jedoch, gestützt vom wieder stark fallenden Ölpreis. Lufthansa schlossen 0,7 Prozent fester.

Der Ölpreis, der in den vergangenen Tagen stark gestiegen war, fiel um 5 Prozent auf 50,40 US-Dollar. Die Bestände an Rohöl sind in den USA zuletzt fast doppelt so stark gestiegen wie von Analysten erwartet. Das Überangebot drückte folglich auf den Preis für Öl.

Der britische Pharmakonzern GlaxoSmithKline will in den kommenden drei Jahren jeweils rund eine Milliarde Pfund Kosten sparen. Das trieb die Aktie um 1,6 Prozent nach oben. Zudem setzten die Briten mit zwei neu auf den Markt gekommenen Medikamenten mehr um als erwartet.

Am Euro-Rentenmarkt gaben Bundesanleihen leicht nach und setzten damit die Abwärtsbewegung der vergangenen beiden Tage fort. Unter Verkaufsdruck gerieten zwischenzeitlich erneut griechische Papiere. Die Rendite zehnjähriger Anleihen des Landes, die sich umgekehrt zum Kurs entwickelt, kletterte von 9,8 in der Spitze bis auf 10,25 Prozent. Bei einer Auktion kurzfristiger Schuldtitel Griechenlands stieg die Rendite deutlich von 2,30 auf 2,75 Prozent.

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Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung
stand absolut in % seit
Jahresbeginn
Euro-Stoxx-50 3.415,53 +1,35 +0,0% +8,6%
Stoxx-50 3.256,14 +24,96 +0,8% +8,4%
Stoxx-600 372,10 +1,82 +0,5% +8,6%
XETRA-DAX 10.911,32 +20,37 +0,2% +11,3%
FTSE-100 London 6.860,02 -11,78 -0,2% +4,5%
CAC-40 Paris 4.696,30 +18,40 +0,4% +9,9%
AEX Amsterdam 454,88 -0,94 -0,2% +7,2%
ATHEX-20 Athen 257,93 +4,15 +1,6% -2,6%
BEL-20 Bruessel 3.565,79 +8,76 +0,2% +8,5%
BUX Budapest 17.350,83 +92,77 +0,5% +4,3%
OMXH-25 Helsinki 3.282,28 -4,24 -0,1% +9,8%
ISE NAT. 30 Istanbul 106.161,70 -2110,14 -1,9% +0,0%
OMXC-20 Kopenhagen 801,43 -6,68 -0,8% +7,7%
PSI 20 Lissabon 5.304,82 -29,85 -0,6% +9,9%
IBEX-35 Madrid 10.577,80 -20,40 -0,2% +2,9%
FTSE-MIB Mailand 20.941,73 -69,82 -0,3% +10,2%
RTS Moskau 770,63 -16,06 -2,0% -2,5%
OBX Oslo 551,97 -8,99 -1,6% +5,4%
PX Prag 980,24 +4,54 +0,5% +3,5%
OMXS-30 Stockholm 1.579,31 -14,10 -0,9% +7,8%
WIG-20 Warschau 2.341,68 +6,26 +0,3% +1,1%
ATX Wien 2.252,72 -10,35 -0,5% +4,3%
SMI Zuerich 8.608,24 +156,11 +1,8% -4,2%

DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 8.34 Uhr Di, 17.40 Uhr
EUR/USD 1,1418 -0,45% 1,1469 1,1474
EUR/JPY 134,30 -0,34% 134,76 134,86
EUR/CHF 1,0552 -0,44% 1,0598 1,0586
USD/JPY 117,61 0,10% 117,50 117,51
GBP/USD 1,5207 0,35% 1,5154 1,5138

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Kontakt zum Autor: benjamin.krieger@dowjones.com

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February 04, 2015 12:10 ET (17:10 GMT)

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