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Samstag, 02. August 2014

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MÄRKTE USA/Aktien und Gold mit Yellen-Aussagen unter Druck

15.07.2014, 17:15 Uhr

Nach einem schwungvollen Auftakt und einem neuen Rekord beim Dow-Jones-Index hat die Wall Street am Dienstag im Verlauf nach Süden abgedreht. Während Notenbank-Präsidentin Janet Yellen vor dem Bankenausschuss des Senats sprach, gaben die Indizes ihre Gewinne wieder ab. Dabei hat sie eigentlich ein weiter niedriges Zinsumfeld signalisiert. Offenbar fiel die eine oder andere Äußerung etwas mehr im Sinn einer strafferen Geldpolitik aus als erwartet.

Dazu passt auch, dass am Devisenmarkt der Euro mit den Aussagen Yellens deutlicher nachgibt. Zuvor hatte bereits der überraschend schwache ZEW-Index aus Deutschland den Euro unter die Marke von 1,36 Dollar gedrückt hatte. Nun müssen für ihn nur noch 1,3566 Dollar bezahlt werden. Der Goldpreis setzt seine Abwärtsfahrt fort und fällt wieder unter 1.300 Dollar. Aktuell kostet die Feinunze nur noch 1.296 Dollar, ein Minus von 0,9 Prozent.

Der Dow-Jones-Index verliert 0,1 Prozent auf 17.044 Punkte, nachdem bei 17.120 Stellen ein neues Allzeithoch erreicht worden war. Der S&P-500 gibt 0,3 Prozent ab, der Nasdaq-Composite fällt um 0,6 Prozent.

Unangefochtene Stars am Aktienhimmel sind derweil die Bankenwerte. Nach Quartalszahlen von Goldman Sachs und J.P.Morgan geht es mit den Titeln der Branche steil bergauf. Der Sektor führt die Branchenindizes des S&P-500 mit plus 1,4 Prozent klar an. Aktien von Goldman Sachs legen um 0,7 Prozent zu, J.P.Morgan-Titel sogar 4,2 Prozent. Die beiden US-Investmentbanken sind trotz des schwierigen Handelsgeschäftes besser als erwartet durch das zweite Quartal gekommen.

Beide Geldhäuser verdienten deutlich mehr als die Analysten ihnen zugetraut hatte. Die Handelsgeschäfte schwächelten zwar etwas. Die Folgen waren allerdings weniger gravierend als befürchtet. Zudem sind die Banken inzwischen so breit aufgestellt, dass sie weniger stark von dem einstigen Gewinnbringer abhängig sind.

Daten zur US-Konjunktur fielen gemischt aus. Der Empire-State-Index stieg auf den höchsten Stand seit über vier Jahren, wogegen die Umsätze im US-Einzelhandel im Juni hinter der Erwartung zurückblieben. Spannend wird es nochmal nach der Schlussglocke, wenn mit Intel und Yahoo noch zwei weitere vielbeachtete US-Unternehmen Einblick in ihre Bücher gewähren.

In der US-Tabakbranche haben sich Reynolds American und Lorillard auf einen Zusammenschluss geeinigt. Sie vereinbarten einen Deal im Volumen von 27,4 Milliarden Dollar, wonach der Anbieter von Camel und Pall-Mall-Zigaretten den kleineren Wettbewerber übernimmt. Lorillard ist vor allem für seine Menthol-Zigaretten Newport bekannt. In der Branche war bereits monatelang über die Transaktion spekuliert worden. Die Aktien von Reynolds und Lorillard stehen deutlich unter Druck.

Johnson & Johnson hat zwar beachtliche Umsatz- und Gewinnkennziffern über Erwartung des Marktes vorgelegt. Doch das Unternehmen war so vorsichtig bei seinem Ausblick, dass die Börsianer mit Enttäuschung reagieren. Die Aktie verliert 1,5 Prozent.

Etwas leichter tendieren die US-Anleihen. Die Rendite zehnjähriger Titel notiert mit 2,56 Prozent um einen Basispunkt über dem Niveau des Vortages.

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Beim Ölpreis geht es nach der Konsolidierung am Vortag deutlich nach unten, ein Fass der US-Sorte WTI kostet erstmals seit Mai wieder weniger als 100 Dollar. Bei Brent fällt das Minus allerdings noch stärker aus. Teilnehmer verweisen hier auf verstärkte Umschichtungen im Vorfeld des Kontraktwechsels. Zudem würden weiter die ausbleibenden Lieferschwierigkeiten im Zusammenhang mit den Konflikten im Irak und der Ukraine aus dem Ölpreis ausgepreist, die noch im Vormonat das schwarze Gold auf den höchsten Stand seit neun Monaten getrieben hatten.

Ab Mittwoch ist bei Brent der September-Kontrakt maßgeblich. Der Preis für ein Barrel fällt auf 104,84 Dollar, nach 106,98 Dollar am Vortag. Ein Fass der US-Sorte WTI kostet 99,34 Dollar. Zu Wochenbeginn mussten noch 100,91 Dollar bezahlt werden.

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INDEX zuletzt +/- % absolut
DJIA 17.044,31 -0,07 -11,11
S&P-500 1.971,10 -0,30 -6,00
Nasdaq-Comp. 4.409,61 -0,69 -30,81
Nasdaq-100 3.907,44 -0,56 -22,03

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 7.50 Uhr Mo., 17.56 Uhr
EUR/USD 1,3566 -0,37% 1,3617 1,3622
EUR/JPY 137,98 -0,28% 138,38 138,35
EUR/CHF 1,2153 0,03% 1,2149 1,2146
USD/JPY 101,70 0,12% 101,58 101,57
GBP/USD 1,7140 0,32% 1,7085 1,7080
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Kontakt zum Autor: ralf.zerback@wsj.com

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July 15, 2014 11:15 ET (15:15 GMT)

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