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Freitag, 24. Oktober 2014

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MÄRKTE USA/Konsolidierung an der Wall Street nach Vortagesgewinnen

09.10.2014, 14:51 Uhr

Von Thomas Rossmann

Nach den starken Vortagesgewinnen dürfte es am Donnerstag an der Wall Street zu einer leichten Konsolidierung kommen. Die Hoffnung auf eine länger währende lockere Geldpolitik in den USA hatte den Mittwoch zum besten Tag des Jahres am US-Aktienmarkt gemacht. Grund waren die im jüngsten Fed-Protokoll geäußerten Bedenken der US-Währungshüter über die globale Wachstumsschwäche und hier insbesondere Europa. Auch der starke Dollar, die niedrige Inflation in den USA und die Unterauslastung des US-Arbeitsmarktes lösten Unbehagen aus. "Einige Teilnehmer gehen nun sogar davon aus, dass erst 2016 mit einer Zinserhöhung zu rechnen ist", sagt Analyst Joao Monteiro von Valutrades.

Im Tagesverlauf werden sich zudem eine ganze Reihe von Fed-Mitgliedern äußern, deren Aussagen nun mit Spannung erwartet werden. Darunter der stellvertretende Fed-Chairman Stanley Fischer und Fed-Governor Daniel Tarullo, die beide dieses Jahr stimmberechtigte Mitglieder im Offenmarktausschuss der US-Notenbank sind.

Die Futures auf den S&P-500 und den Nasdaq-100 verlieren jeweils 0,1 Prozent.

Die vorbörslich veröffentlichten wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind leicht auf 287.000 zurückgegangen. Volkswirte hatten dagegen einen Anstieg auf 292.000 vorhergesagt. Für die Vorwoche wurde die Zahl der Erstanträge leicht nach oben revidiert. Insgesamt hält sich der Einfluss der Daten aber in Grenzen. Diese hätten "schon stark von der Prognose abweichen müssen, um die Märkte deutlicher zu bewegen", so ein Teilnehmer.

Auf Unternehmensseite stehen die wesentlich besser als erwartet ausgefallenen Quartalszahlen von Alcoa im Fokus. Händler sprechen von einem "gelungenen Start" in die US-Berichtssaison. Der Aluminiumkonzern übertraf mit seinen nachbörslich veröffentlichten Zahlen die Erwartungen des Marktes bei Gewinn und Umsatz klar. Für die Aktie geht es vor der Startglocke um knapp zwei Prozent nach oben.

Und auch die Ergebnisse von PepsiCo für das dritte Quartal haben die Prognose der Analysten übertroffen. Ein gutes Preismanagement und die Steigerung der Produktivität hätten den bereinigten Gewinn je Aktie um 10 Prozent auf 1,36 Dollar steigen lassen, teilte Rivale von Coca-Cola mit. Analysten hatten PepsiCo lediglich 1,29 Dollar zugetraut. Weil das Geschäft so gut läuft, erhöhte das Unternehmen seine Jahresprognose. Die Aktie gewinnt 1,3 Prozent.

Dagegen reduzieren sich die Aktien von Advanced Micro Devices um 7,9 Prozent. Hintergrund ist die Nachricht, dass CEO Rory Read zurückgetreten und von COO Lisa Su ersetzt wird. Marktbeobachter erklärten die heftige Kursreaktion mit Befürchtungen, der Personalwechsel könnte ein schlechtes Omen für die in Kürze anstehende Bekanntgabe der Quartalszahlen sein.

Die Apple-Aktie gewinnt 0,6 Prozent. Der Technologie-Konzern hat Pläne für die Massenproduktion eines Tablets mit einem größeren Bildschirm offenbar auf Anfang kommenden Jahres verschoben. Der Grund: Die Auftragsfertiger kommen bei der Produktion der neuen iPhones kaum nach, um die starke Nachfrage zu befriedigen, wie mit der Sache vertraute Personen sagten.

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Der Goldpreis legt weiter zu. Aktuell müssen für die Feinunze 1.228 Dollar bezahlt werden, sechs Dollar mehr als noch am Vortag. Hier stützt weiter die Hoffnung auf eine länger als erwartet lockere Geldpolitik der Fed. Auch die US-Anleihen setzen ihre Aufwärtstendenz fort. Die Rendite zehnjähriger Titel fällt um vier Basispunkte auf 2,29 Prozent.

Am Devisenmarkt neigt der Dollar weiter zur Schwäche. Die Fed-Aussagen werden dahingehend interpretiert, dass eine starke Dollar-Aufwertung Auswirkungen auf die US-Geldpolitik habe - und damit eine Anhebung der Leitzinsen erst später einsetzen dürfte. Dies hält den Dollar weiter unter Druck. Gegen eine längere Stärke im Euro spricht allerdings, dass die Serie schlechter Wirtschaftsdaten aus Deutschland nicht abreißt. Nach zuletzt schwachen Auftragseingängen und Industriedaten zeichnete auch die Handelsbilanz ein ernüchterndes Bild. Der Euro notiert bei 1,2735 Dollar und damit auf dem Vortagesniveau.

Für den Ölpreis geht es weiter abwärts. Ein Barrel der Sorte WTI kostet 86,94 Dollar, nach 87,31 Dollar am Vortag. Im Handel wird zur Begründung weiterhin auf eine Überversorgung des globalen Ölmarktes in Verbindung mit der Aussicht auf eine lahmende Weltkonjunktur verwiesen. Dazu komme der schwächere US-Dollar.

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DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8.32 Uhr Mi, 17.17 Uhr
EUR/USD 1,2735 -0,06% 1,2743 1,2683
EUR/JPY 137,22 -0,18% 137,47 137,44
EUR/CHF 1,2108 -0,09% 1,2120 1,2131
USD/JPY 107,77 -0,10% 107,87 108,33
GBP/USD 1,6188 0,14% 1,6164 1,6067
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Kontakt zum Autor: thomas.rossmann@wsj.com

DJG/DJN/ros/jhe

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October 09, 2014 08:51 ET (12:51 GMT)

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