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MÄRKTE EUROPA/Europas Börsen starten im Plus

13.08.2014, 10:19 Uhr

Von Thomas Leppert

Die europäischen Börsen legen am Mittwoch im frühen Handel zu. Nachdem sie in den vergangenen Wochen rund 10 Prozent an Wert verloren haben, befinden sich die Börsen momentan in einer Phase der Bodenbildung. "Der freie Fall der Aktienbörsen ist zunächst abgewendet, allerdings fehlen die Argumente für eine nachhaltige Erholung", schätzt ein Händler die aktuelle Lage ein. Die laufende Berichtssaison liefere ein durchwachsenes Bild und stütze daher übergeordnet nicht.

Der DAX legt in im frühen Handel um 1,0 Prozent auf 9.161 Punkte zu, für den Euro-Stoxx-50 geht es um 1,0 Prozent auf 3.053 Zähler nach oben. Ein Blick auf die Indizes in Europa zeigt, dass der FTSE-100-Kursindex in London knapp im Minus notiert. Den Grund liefert eine extreme Anballung von Dividendenausschüttungen. 16 der 100 Index-Unternehmen schütten am Berichtstag aus und drücken damit den Kursindex.

Als "nicht hilfreich" werden an der Börse die schwachen Kreditdaten aus China eingestuft. Wegen des erlahmenden Immobilienmarktes im Reich der Mitte ist die Kreditschöpfung im Juli auf 385 Milliarden Yuan nach 1,1 Billionen im Juni eingebrochen. Sollte sich diese Tendenz im kommenden Monat fortsetzen, werde dies Auswirkungen auf die Wirtschaft haben, warnen die Marktstrategen der Standard Chartered Bank.

Das Sentiment internationaler Investoren für Aktien aus der Region Europa hat sich jüngst deutlich eingetrübt. Wie die aktuell Umfrage von Bank of America-Merrill Lynch ergeben hat, sind europäische Aktien bei institutionellen Anlegern außen vor. Im Blick steht weiter die relative Underperformance des DAX wegen der besonderen Abhängigkeit Deutschlands von Russland. Anleger haben hier Risiko herausgenommen und deutsche Aktien verkauft bzw. auf der anderen Seite die Barbestände hochgefahren.

Beliebt bei Investoren sind unverändert Bundesanleihen, obwohl zehnjährigen Titel nur mit 1,07 Prozent rentieren. Es wird davon ausgegangen, dass die Aufstockung der zuletzt aufgelegten Bundesanleihe um 4 Milliarden Euro am späten Vormittag auf eine gute Nachfrage treffen wird. Der Euro notiert etwas leichter bei 1,3355 Dollar.

Die Berichtssaison liefert für die Einzelwerte in dieser Woche die entscheidenden Impulse. Am Morgen hat Merck Geschäftszahlen vorgelegt. Der Pharma- und Spezialchemiekonzern hat trotz ungünstiger Wechselkurse und weggefallener Lizenz- und Provisionserlöse solide Zweitquartalszahlen ausgewiesen. Geholfen hat den Darmstädtern auf der Ertragsseite der jüngste Zukauf von AZ Electronic Materials, einem Hersteller von Spezialchemikalien für den Elektronikmarkt. An der Börse legt die Aktie ein knappes Prozent zu.

Die Quartalszahlen von E.ON zeigen, dass dem Versorger immer weniger Gewinn bleibt. Deutschlands größter Energiekonzern hat im ersten Halbjahr trotz Verbesserungen im Stromerzeugungsgeschäft gemessen an seinem nachhaltigen Nettoergebnis rund ein Fünftel weniger verdient als noch ein Jahr zuvor. Positiv wird an der Börse der Ergebnisbeitrag der Sparte "Erneuerbaren Energien" zum Konzernergebnis gewertet. Die Aktie stellt mit einem Plus von 4,3 Prozent den Tagesgewinner im DAX, im Fahrwasser steigt auch die Aktie von RWE um 2,9 Prozent.

Kräftig nach oben geht es für die Aktie von Aurubis (plus 6,4 Prozent), nachdem das Unternehmen den Ausblick bestätigt hat. Der Kupferkonzern setzte zwar im dritten Geschäftsquartal weniger um als erwartet. Operativ schrieb der Konzern aber wieder schwarze Zahlen. "Wir haben nach zwei schwachen Anfangsquartalen unsere insgesamt positive Entwicklung fortgesetzt und sind im dritten Quartal zur Normalität zurückgekehrt", erklärte Vorstandsvorsitzender Peter Willbrandt.

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Positiv werden auch die Geschäftszahlen von Salzgitter (plus 1,6 Prozent) aufgenommen. "Es kommt gut an, dass vor Steuern tatsächlich ein Gewinn statt des erwarteten Verlustes aufgelaufen ist", sagt ein Händler. Dies mache Hoffnung auf eine Belebung des operativen Geschäftes. Als "im Rahmen der Erwartungen" liegend beschreibt ein Händler die Halbjahreszahlen von Deutsche Euroshop. Dazu passe der bestätigte Ausblick des Unternehmens. An der Börse notiert die Aktie kaum verändert.

Die Aktie der Telekom Austria tendiert in Wien nach der Umsatzwarnung ebenfalls kaum verändert. Im zweiten Quartal musste das Unternehmen kräftige Umsatz- und Ergebnisrückgänge hinnehmen, die stärker ausfielen als ohnehin befürchtet. Das Ergebnis ist aufgrund einer Wertberichtigung auf das Osteuropageschäft tief in die Verlustzone gerutscht.

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EUR/CHF 1,2139 +0,1% 1,2132 1,2132
USD/JPY 102,46 +0,2% 102,25 102,18
GBP/USD 1,6824 +0,1% 1,6810 1,6806
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Kontakt zum Autor: thomas.leppert@wsj.com

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August 13, 2014 04:19 ET (08:19 GMT)

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