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XETRA-SCHLUSS/DAX trotz schottischem "Nein" nur unverändert

19.09.2014, 17:58 Uhr

Von Manuel Priego-Thimmel

Die Erleichterung der Anleger über einen Verbleib Schottlands im Vereinigten Königreich half dem deutschen Aktienmarkt am Freitag nicht auf die Sprünge. Der Grund war technischer Natur. Zum Wochenschluss verfielen Futures und Optionen auf Indizes und Einzelaktien. Diese Verfalltage werden häufig von einer erhöhten Volatilität an den Finanzmärkten begleitet. Der DAX stieg minimal um 1 Punkt auf 9.799 Punkte, nachdem er im Tageshoch schon bei 9.891 Punkten notiert hatte.

Übergeordnet ist die Stimmung der Anleger aber sehr gut. "Mit der Niederlage der Unabhängigkeitsbefürworter in Schottland verlieren die Bären die letzte Bastion", sagte ein Händler. Nach der geldpolitischen Entscheidung der US-Notenbank am Mittwoch haben die Finanzmärkte mit dem schottischen Referendum eine zweite kritische Klippe umschifft. Was jetzt noch fehle, sei ein erfolgreicher Börsengang von Alibaba, hieß es im Handel.

Die Aktie der Deutschen Bank legte 2,1 Prozent zu. Grund war ein neuer Entwurf des Bundesfinanzministeriums, über den die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtete, und der eine lockerere Handhabung des Trennbankensystems vorsieht als die bisherigen Entwürfe. Tagesgewinner im Leitindex waren allerdings Deutsche Telekom mit einem Kursplus von 3,8 Prozent. Hier stützte eine Kaufempfehlung der Citigroup für das Papier.

SAP-Aktien verloren nach der Übername des Cloudanbieters Concur dagegen 3,8 Prozent. Die Anleger störten sich an dem Kaufpreis von 8,3 Milliarden Dollar. Kepler empfiehlt das SAP-Papier weiter zum Kauf. Strategisch sei der Zukauf sinnvoll. Synergien sehen die Analysten darin, dass die meisten der 216.000 SAP-Kunden Concur bisher nicht nutzten.

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Siemens-Titel gaben um 1,5 Prozent nach. Die Münchener sollen ein milliardenschweres Angebot für den US-Ölindustrieausrüster Dresser-Rand vorbereiten. Am Donnerstag wurde bekannt, dass Dresser-Rand mit dem Schweizer Sulzer-Konzern Fusionsgespräche führt.

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Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

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September 19, 2014 11:58 ET (15:58 GMT)

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