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MÄRKTE EUROPA/Börsen mittags weiter leicht im Minus

24.10.2014, 12:27 Uhr

Von Manuel Priego Thimmel

Moderate Gewinnmitnahmen prägen am Freitagmittag das Geschäft an Europas Börsen. Nach den Turbulenzen der vergangenen beiden Wochen geht es an den Aktienmärkten nun wieder sehr viel gemächlicher zu. "Die Panik ist erst einmal weg", sagt ein Händler. Positive Wirtschaftsdaten aus Deutschland am Donnerstag haben die Rezessionsängste in den Hintergrund rücken lassen. Auch läuft die Berichtssaison vor allem in den USA gut. Der DAX verliert 0,5 Prozent auf 9.004 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 geht es ebenfalls 0,5 Prozent auf 3.030 Zähler nach unten.

Analyst Bryan Novak von Astor Investment Management betont, die starken Gewinne bei Caterpillar, 3M und anderen global ausgerichteten Industrieunternehmen zeigten, dass das Wachstum in Europa und Asien stabiler als befürchtet sei: "Das sind die Firmen, die voll in Europa und den Schwellenländern verankert sind", sagt Novak: "Die globale Wirtschaft stabilisiert sich und das überträgt sich in steigende Umsätze bei vielen solcher Unternehmen."

In Europa läuft die Berichtssaison bislang nicht ganz so rund wie in den USA. Der Chemieriese BASF hat den Ausblick für 2015 an den unteren Rand der Erwartungen gesenkt. Der Gewinn im abgelaufenen Quartal lag zwar über den Schätzungen, was Händler aber dem außergewöhnlich guten Verlauf im Öl- und Gasgeschäft zuschreiben. Die DZ-Bank merkt an, dass BASF wie bereits im Vorquartal im Agrargeschäft nicht geliefert hat. BASF verlieren 2,9 Prozent.

Auch das Baugeschäft in Europa läuft nicht überall rund, was der französische Baustoffkonzern Saint-Gobain zu spüren bekommt. Vor allem das Geschäft in Deutschland belastet den Konzern mit einem leichten Umsatzrückgang. Mit dem Konzernumsatz insgesamt ist Jefferies-Analyst Mike Betts allerdings zufrieden, liegt er doch oberhalb seiner Schätzung. Die Aktien geben 0,5 Prozent nach. Auch der Baukonzern Vinci lag beim Umsatz leicht unter der Erwartung, die Aktien fallen um 1 Prozent. Beide Unternehmen bestätigten aber die Prognose für 2014.

Mit einem Kurssprung von 10 Prozent reagiert das Volvo-Papier auf die Geschäftszahlen. Im Vorfeld hatte die Sorge um die Nachfrage nach Lastkraftwagen aus Brasilien und Europa wie auch die Zurückhaltung bei Käufen von Baufahrzeugen in China auf der Aktie gelastet. "Vor diesem Hintergrund hat Volvo starke Zahlen vorgelegt", heißt es von Hampus Engellau, Analyst bei Handelsbanken. Der Auftragseingang sei gestiegen und Volvo habe den Ausblick für den europäischen Nutzfahrzeugmarkt bestätigt.

Für den Bankensektor geht es vor Veröffentlichung der Ergebnisses des EZB-Stresstests 0,5 Prozent nach oben. Die Schätzungen über den zusätzlichen Kapitalbedarf des Sektors sind in den vergangenen Tagen zurückgegangen. Während vor zwei Tagen noch von 50 Milliarden Euro gesprochen worden war, liegt die Erwartung inzwischen bei der Hälfte. Dies wird an der Börse als eine Größenordnung eingestuft, die zu keinen Verwerfungen im Bankensektor führen sollte.

Die Gewinnerliste in Europa führt der Telekommunikationssektor mit Aufschlägen von 0,8 Prozent an. Nach Orange am Donnerstag hat nun auch Belgacom gute Geschäftszahlen vorgelegt. Belgacom steigen 3,7 Prozent. Deutsche Telekom gewinnen nach einer Hochstufung durch equinet 1,7 Prozent. Auch ein Börsengang steht im Blick: TLG Immobilien haben ihre Aktien bei 10,75 Euro ausgegeben. Am Mittag notiert das Papier bei 10,78 Euro.

Am Devisenmarkt notiert der Euro wenig verändert bei 1,2645 Dollar. Laut der Commerzbank scheint die jüngste Dollar-Schwäche überwunden. Bereits in der kommenden Woche könnte der Greenback weiter zulegen. Denn die Chancen stünden gut, dass die US-Notenbank den Markt überrascht. Nicht damit, dass sie die Wertpapierkäufe wie geplant einstellen wird. "Aber damit, dass sie sich eben nicht erheblich moderater anhören wird als bisher", sagt Analyst Lutz Karpowitz.

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Stoxx-50 2.919,53 -0,38%
DAX 9.008,60 -0,43%
FTSE 6.395,52 -0,37%
CAC 4.134,63 -0,55%
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EUR/JPY 136,79 0,04% 136,73 136,73
EUR/CHF 1,2062 -0,03% 1,2066 1,2068
USD/JPY 108,13 0,13% 107,98 108,10
GBP/USD 1,6043 0,03% 1,6039 1,6033
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