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MÄRKTE EUROPA/Anleger halten sich vor Fed-Aussagen bedeckt

19.03.2014, 09:50 Uhr

Von Benjamin Krieger

Gestern Putin, heute die Federal Reserve. Hatte am Dienstag noch der russische Präsident Wladimir Putin mit Liebesgrüßen aus Moskau die Börsen befeuert, so richtet sich der Blick der Investoren am Mittwoch schon wieder auf die US-Notenbank (Fed). Drosselt die Fed die Anleihekäufe auch im April wieder um 10 Milliarden US-Dollar? Ändert sie die Prognosen für Inflation und Wachstum?

Bevor Anleger auf diese für die internationalen Finanzmärkte wichtigen Fragen keine Antworten haben, halten sie sich mit weiteren Käufen zurück - zumal nach drei starken Börsentagen. Im frühen Handel gibt der DAX um 0,1 Prozent auf 9.236 Punkte nach. Der Euro-Stoxx-50 verliert 0,2 Prozent auf 3.066 Punkte.

Trotz der jüngst etwas schwächeren Konjunkturdaten wird die Reduzierung der Anleihekäufe fortgesetzt werden. Nur, wie groß wird die Reduzierung ausfallen?", fragt sich Dirk Gojny von der National-Bank. Die Konsenserwartung an den Märkten liege bei einer Drosselung um weitere 10 auf 55 Milliarden Dollar. Da jedoch im Fed-Komitee die "Falken" mehr Gewicht erhalten hätten, könnte die Fed laut Gojny den Geldhahn auch stärker zudrehen. Das wiederum könnte Aktien belasten und den Dollar stützen.

Die Commerzbank rechnet im Gefolge der Sitzung der US-Notenbank am Abend mit Druck auf Bundesanleihen: "Anleger sollten sich auf höhere US-Renditen vorbereiten", prognostiziert Analyst Alexander Aldinger. Vor allem die Kurse von US-Staatsanleihen mit mittleren Laufzeiten dürften unter Druck geraten. In deren Fahrwasser ließen sich auch Positionen in Bundesanleihen "kaum beibehalten". Im frühen Handel bewegen sich die Bundesanleihen kaum.

Vor den wichtigen Signalen aus Washington herrscht im Währungshandel Ruhe. Die großen Devisenpaare treten auf der Stelle. Der Euro bewegt sich zum Dollar in einer sehr engen Spanne zwischen 1,3915 und 1,3934. Die Anfang Februar bei 1,35 Dollar begonnene Rally ist zuletzt bei 1,3950 zum Erliegen gekommen. Die Aussagen der Fed dürften wieder für frische Impulse sorgen.

Am deutschen Aktienmarkt bewegen vor allem Dividendenankündigungen die Kurse. HeidelbergCement sind mit einem Minus von 3,2 Prozent größter Kursverlierer im DAX. Die vorgeschlagene Dividende von 0,60 Euro je Aktie liegt laut einem Händler um 20 Cent unter der Markterwartung.

Papiere von Krones verteuern sich um 3,7 Prozent. Der Hersteller von Getränkeabfüllanlagen liegt mit einer Dividende von 2 Euro je Aktie deutlich über der Markterwartung von 1,20 Euro. Aktien von Brenntag steigen nach optimistischen Aussagen des Chemikalienhändlers für das laufende Jahr, einer Dividendenerhöhung und der Ankündigung eines Aktiensplits um 1,5 Prozent.

Nach schwachen Quartalszahlen des US-Kontrahenten Oracle geben SAP-Aktien derweil um 0,6 Prozent nach. Da Oracle vor allem unter Wechselkurseinflüssen in Venezuela gelitten habe, dürfte sich kein allzu starker Druck auf die SAP-Aktie aufbauen, sagen Händler. Kursgewinne verbuchen im DAX die Bankenaktien: Commerzbank steigen um 1,2 Prozent und Deutsche Bank um 1,7 Prozent.

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Papiere der Hamburger Kupferschmelze Aurubis steigen um 4,3 Prozent. Goldman Sachs hat die Aktie auf eine Kaufliste genommen. Eine Kaufempfehlung der Bank of America sowie eine Hochstufung durch die Credit Suisse lassen den Kurs von Wacker Chemie um 3,1 Prozent steigen.

In Madrid verteuern sich Aktien der Bekleidungskette Inditex um 3,2 Prozent. Die Spanier wollen die Dividende für 2013 im Vergleich zu 2012 um 10 Prozent erhöhen.

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DEVISEN zuletzt +/- % 0.00 Uhr Di, 17.12 Uhr
EUR/USD 1,3914 -0,1% 1,3931 1,3914
EUR/JPY 141,3747 +0,1% 141,2643 141,0800
EUR/CHF 1,2177 +0,1% 1,2165 1,2162
USD/JPY 101,6000 +0,2% 101,4030 101,3820
GBP/USD 1,6614 +0,1% 1,6596 1,6575
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Kontakt zum Autor: benjamin.krieger@wsj.com

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March 19, 2014 04:50 ET (08:50 GMT)

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