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MÄRKTE EUROPA/Aktien und Gold geraten in den Abwärtssog

25.06.2014, 09:56 Uhr

Von Herbert Rude

Sorgen vor einer schxcwächeren Konjunktur und die geopolitischen Risiken belasten weiterhin die Stimmung an den europäischen Aktienmärkten. Der Dax fällt im frühen Geschäft um 0,7 Prozent auf 9.873 Punkte und der Euro-Stoxx-50 gibt um 0,6 Prozent nach. "Die Korrektur weitet sich aus", sagt ein Händler. Als Gründe führt er nach wie vor den Rückgang des deutschen Ifo-Geschäftsklimaindexes und den schwachen französischen Einkaufsmanagerindex an, aber auch die Irak-Krise und die Lage in der Ukraine.

Die Vorlagen drücken ebenfalls auf die Stimmung. Aus Asien kommen keine stützenden Argumente, Sorge macht der Blick in Richtung Wall Street. Nach der dynamischen Abwärtsbewegung am Dienstag rechnen Marktteilnehmer in den USA mit Anschlussverkäufen: "Im S&P-500 unter 1.950 Gewinne mitnehmen", rät so auch Michael Riesner, Marktanalyst der UBS. Der Markt sei anfällig für einen Rücksetzer Richtung 1.925, möglicherweise sogar bis in den Bereich zwischen 1.900 und 1.890 Punkten.

Auch der Goldpreis ist nun in den Abwärtssog geraten, er fällt unter Richtung 1.3152 Dollar je Feinunze zurück, nachdem er am Dienstag mit 1.326 Dollar noch auf den höchsten Stand seit Mitte April gestiegen ist. Stan Shamu, Marktstratege bei IG, verweist auf am Vortag besser als erwartet ausgefallene US-Daten. Während der Preis für das Nordsee-Öl Brent fällt, zieht der Preis für die US-Sorte WTI mit Exporterleichterungen für Ölförderer in den USA etwas an. Die Preisdifferenz läuft somit etwas zusammen.

Von der Unsicherheit im Umfeld profitiert dagegen der Rentenmarkt. Die Zinsen fallen und am Rententerminmarkt stehen die Zinskontrakte vor dem Sprung auf neue Höchststände.

Neue Impulse dürften am Nachmittag von den US-Auftragseingängen langlebiger Wirtschaftsgüter kommen. "Sie werden vom Markt als erster Vorbote für den nächsten ISM-Index gesehen", den Konjunkturindex der US-Einkaufsmanager, sagt ein Analyst. Die dritte Revision zum US-BIP dürfte hingegen nichts Neues bringen und nur das schwache Auftaktquartal des Jahres bestätigen. Allerdings seien Fundamentaldaten derzeit nicht das Wichtigste in den Augen der Anleger, warnt Tom di Galoma, Leiter des Rentenhandels bei ED&F Man Capital Markets: "Die geopolitischen Risiken im Irak und der Ukraine sind übergeordnete Faktoren vor der US-Wirtschaft."

Bei den Einzelunternehmen ist die Nachrichtenlage weiter dürftig. Im Fokus steht vor allem der bevorstehende Einstieg Frankreichs bei Alstom, die Titel des Industriekonzerns legen ein Prozent zu. Finanziert wird dies durch die Platzierung von Anteilen an GDF Suez, die um 3 Prozent fallen. Der Platzierungspreis liege zwischen 20,18 und 20,81 Euro, heißt es dazu aus dem Handel. Angeboten werden zunächst 3,1 Prozent an GDF. Dies entspricht rund 75 Millionen Aktien. Sollte die Nachfrage gut sein, könnte auf bis zu 3,6 Prozent aufgestockt werden. Damit könnte Frankreich 1,56 bis 1,79 Milliarden Euro erlösen. Im Platzierungskonsortium sollen nach Händlerangaben Citigroup, Goldman Sachs und die Bank of America sein. "Angesichts der schnellen Vorbereitung des Deals könnte die Platzierung schon heute Vormittag abgeschlossen sein", sagt ein Händler.

Im DAX verlieren HeidelbergCement ein Prozent, nachdem der US-Broker Raymond James die Aktie abgestuft hat. Aurubis steigen mit einer Hochstufung durch Bank of America-Merrill Lynch um ein Prozent. Metro ziehen an, nachdem J.P. Morgan die Aktie auf "Neutral" von "Untergewichten" angehoben hat. Im TecDAX steigen Drillisch um 2,6 Prozent. Der Telekommunikationskonzern erhält Zugang zum Netzwerk von Telefonica Deutschland. Voraussetzung ist, dass die Behörden die Übernahme von E-Plus durch Telefonica Deutschland billigen. Telefonica Deutschland steigen derweil um ein halbes Prozent.

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DEVISEN zuletzt +/- % 0.00 Uhr Di, 17.13 Uhr
EUR/USD 1,3612 +0,1% 1,3603 1,3595
EUR/JPY 138,73 +0,0% 138,72 138,88
EUR/CHF 1,2166 +0,0% 1,2163 1,2172
USD/JPY 101,91 -0,1% 101,97 102,14
GBP/USD 1,6960 -0,1% 1,6984 1,6968
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Kontakt zum Autor: herbert.rude@wsj.com

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