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T-Mobile bietet US-Kunden Mitnahme von Datenvolumen an

16.12.2014, 19:20 Uhr

Von Thomas Gryta

Die Telekom-Tochter T-Mobile macht im Preiskrieg in den USA einen Schachzug, der an alte Zeiten erinnert: Sie will Kunden mit Rechnungsverträgen künftig anbieten, das von ihnen in einem Monat nicht genutzte Datenvolumen in den kommenden Monat mitzunehmen.

Der Schritt ist ein Angriff auf AT&T und Verizon: Die beiden Marktführer wollen ihren Kunden umso mehr berechnen, je größer deren Datennutzung ist. Statt Verträgen mit unbegrenzter Datennutzung bieten sie nun Datentarife an, die teurer werden, wenn das Datenkontingent steigt. Damit wollen sie mehr Wachstum aus einem Markt pressen, der schon weitgehend mit Smartphones gesättigt ist.

Die Pläne von T-Mobile erinnern an die Zeit, als Handynutzer noch sorgfältig auf die von ihnen verbrauchen Gesprächsminuten achten mussten. Damals sicherte sich eines der Vorgängerunternehmen von AT&T, Cingular Wireless, einen Wettbewerbsvorteil, indem das Unternehmen ungenutzte Gesprächsminuten nicht verfallen ließ, sondern den Kunden erlaubte, sie mitzunehmen.

Angesichts der Konkurrenz von T-Mobile und seit kurzem auch Sprint müssen AT&T und Verizon sich mehr anstrengen, damit die Zahl ihrer Mobilfunkkunden weiter wächst. Erst vor einer Woche hatten die beiden Konzerne gewarnt, dass die höheren Werbekosten den Gewinn belasten.

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Im Oktober hatte T-Mobile ihre Prognose für den Nettozuwachs an Rechnungskunden in diesem Jahr auf 4,3 bis 4,7 Millionen deutlich angehoben. Zuvor hatte der Mobilfunkanbieter die Spanne bei 3 Millionen bis 3,5 Millionen angesetzt. Seit Anfang 2013 konnte T-Mobile in dieser gesättigten Branche mit wenig realem Kundenwachstum mehr als 5,6 Millionen Kunden hinzugewinnen.

Ab dem kommenden Monat nun können diese Kunden ihre ungenutzten Datenvolumen bis zu ein Jahr lang von Monat zu Monat mitnehmen. Das Angebot gilt für Rechnungskunden mit "Simple Choice"-Tarifen, die einen Smartphone-Tarif mit mindestens 3 Gigabyte oder einen Tablet-Tarif mit mindestens 1 Gigabyte haben.

AT&T, Verizon und Sprint hatten Kunden zuvor in diesem Jahr zusätzliches Datenvolumen angeboten, um sich attraktiver zu machen, ohne die Preise weiter zu senken. In vielen Fällen boten die Tarife weit mehr Datenvolumen als üblicherweise benötigt wird.

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

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December 16, 2014 13:20 ET (18:20 GMT)

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