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MÄRKTE EUROPA/Schotten schicken das Pfund auf Talfahrt

08.09.2014, 10:00 Uhr

Von Benjamin Krieger

Freiheitsliebende Schotten schicken das Pfund Sterling am Montag auf Talfahrt. In einer am Samstag veröffentlichten Umfrage lagen die Unterstützer einer Unabhängigkeit Schottlands erstmals vor den Gegnern einer solchen. Das lastet schwer auf der britischen Währung. "Der Markt muss das Chaos erst noch einpreisen, das ein Ja zur Unabhängigkeit bei der Wahl am 18. September auslösen würde", sagt Stan Shamu von IG Markets. Für welche Währung sich die Schotten entschieden und wie seine Anleihen behandelt würden, seien vollkommen offene Fragen.

An den Aktienmärkten pendeln die Kurse im frühen Handel um ihre Schlusskurse vom Freitag. Der DAX steigt um 0,1 Prozent auf 9.760 Punkte. Damit entpuppt sich der sonst eher schwache Börsenmonat September in diesem Jahr bislang als Monat der Bullen an den Aktienmärkten. Knapp drei Prozent hat der DAX seit Monatsbeginn zugelegt. Der Euro-Stoxx-50 tritt mit 3.275 Punkten auf der Stelle.

Am Londoner Aktienmarkt sorgt die neue Abstimmungsumfrage aus Schottland für Vorsicht, der Leitindex FTSE-100 gibt um 0,4 Prozent nach. Vor allem britische Bankenaktien wie Royal Bank of Scotland und Lloyds Banking werden verkauft, sie verlieren jeweils knapp 3 Prozent. Eine Neubewertung der künftigen schottischen Währung könnte laut Beobachtern zur Folge haben, dass Anleger Depots bei schottischen Banken räumen - was wiederum die Aktienkurse schottischer Geldhäuser unter Druck setzen dürfte.

Auch die Aktien des schottischen Versorgers SSE geben um 2 Prozent nach. Hier drohen laut Händlern im Fall einer Abspaltung Schottlands geringere oder gar ausfallende Subventionen aus London. Papiere des schottischen Vermögensverwalters Aberdeen Asset Management verlieren 1,5 Prozent. Am Londoner Bondmarkt werden britische Papiere bis zu sechs Jahren Laufzeit gekauft, während längerfristige Anleihen abgestoßen werden.

Der Unterschied zwischen einem 'Ja' und einem 'Nein' ist derart groß, dass man ihn an den Finanzmärkten bislang nicht einpreisen oder handeln konnte", sagt Lena Komileva vom Londoner Forschungsinstitut g+economics. Ein solches Ereignis könne in seinen Auswirkungen sogar dem Höhepunkt der weltweiten Finanzkrise gleichkommen, warnt die Analystin.

Der Euro ist nach der überraschenden Zinssenkung der Europäischen Zentralbank am vergangenen Donnerstag weiter "Brief", wird also am Morgen gegen US-Dollar und Yen verkauft. "Der schwache US-Arbeitsmarktbericht dürfte dämpfend auf Leitzinsanhebungsfantasien in den USA gewirkt haben", sagt Dirk Gojny von der National-Bank. Unmittelbar nach der Zinssenkung war der Euro zum Dollar von 1,3130 um rund 2 US-Cent auf 1,2920 Dollar eingebrochen, den niedrigsten Stand seit 14 Monaten. Seitdem bewegt sich die Gemeinschaftswährung unter der Marke von 1,30 Dollar seitwärts.

adidas ist jüngst beim Absatz von Sportschuhen und -bekleidung in den USA erstmals auf Platz drei gefallen hinter Nike und Under Armour. Das drückt laut Händlern etwas auf den Aktienkurs, der um 0,3 Prozent nachgibt.

Bei den deutschen Nebenwerten steigen Fielmann, Klöckner & Co sowie Deutsche Wohnen. Zu diesen drei Titeln sind positive Analystenkommentare veröffentlicht worden.

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September 08, 2014 04:00 ET (08:00 GMT)

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