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Sonntag, 19. April 2015

Börse

Sika will Gründerfamilie Aktien abkaufen - Zeitung

19.04.2015, 14:20 Uhr

Von John Revill

ZÜRICH (Dow Jones)--Der Schweizer Baustoffkonzern Sika hat der Gründerfamilie einem Bericht zufolge eine Offerte unterbreitet, um die feindliche Übernahme durch die französische Saint-Gobain SA abzuwenden. Wie die Schweizer Sonntagszeitung berichtet, hat der Sika-Verwaltungsrat der Erbenfamilie Burkhard angeboten, alle ihre Aktien für 2,25 Milliarden Franken zu übernehmen.

Das Management hofft, dass die Familie damit ihre Vereinbarung mit Saint-Gobain auflöst. Der französische Konzern will mit 2,75 Milliarden Franken allerdings eine halbe Milliarde mehr zahlen.

Sika-Verwaltungsratschef Paul Hälg hatte letzte Woche gesagt, dass das Gremium an Alternativen für die Familie arbeite. Er wollte aber keine Details nennen.

Der nun auf dem Tisch liegende Vorschlag sieht in einer Variante vor, dass die Familie vorerst einen Teil ihrer Aktien behält. Damit könnte sie von einem Kursanstieg profitieren, die mehrere Banken erwarten, und müsste letztlich wohl keine Einbuße hinnehmen, so die Sonntagszeitung unter Berufung auf zwei Quellen. Bei Sika war niemand für einen Kommentar zu erreichen.

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Die Familie hält zwar nur mehr als 16 Prozent der Aktien, kontrolliert damit aber 52,9 Prozent der Stimmrechte. Der vereinbarte Verkauf an Saint-Gobain hat seit Bekanntgabe im Dezember zu bitteren Auseinandersetzungen geführt. Sika-Manager und Verwaltungsräte lehnen die Übernahme durch Saint-Gobain ab. Sie sind der Ansicht, sie würde dem Unternehmen schaden.

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

DJG/DJN/mgo

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